Dominic Thiem über Roland-Garros-Endspiel 2019: "Da wusste ich, ich habe ein Problem"
Im Jahr 2019 bestritt Dominic Thiem das Endspiel von Roland-Garros gegen Rafael Nadal. Der Österreicher erinnert sich dabei an eine bestimmte Situation vor dem Match, die ihm keine großen Hoffnungen auf den Sieg bescherte.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
22.03.2026, 12:41 Uhr

Als Dominic Thiem am 9. Juni 2019 sein zweites Endspiel der French Open bestritten hat, war dem Österreicher bereits vor dem Duell gegen Rafael Nadal klar, dass der Ausgang der Partie nicht zu Gunsten der damaligen Nummer eins Österreichs ausgehen wird. Das verriet Thiem mit einer kleinen Anekdote, die bei einem ATP-Turnier einige Wochen zuvor ihren Anfang nahm.
Denn bereits in Barcelona trafen beide Spieler im Halbfinale des Turniers aufeinander. Thiem gewann das Duell glatt in zwei Sätzen und holte sich anschließend gegen Daniil Medvedev den Titel. Vor dem Halbfinalduell gegen Nadal begegneten sich Thiem und der Spanier im Spielerrestaurant. Thiem erinnert sich daran, dass Rafael Nadal bis 20 Minuten vor dem Match voll auf Entspannung setzte. “Rafa saß an seinem Handy und schaute sich Boote an”, schildert Thiem den Nachmittag in der katalanischen Hauptstadt.
Nadal vor Paris-Endspiel mit anderem Fokus
Einige Wochen später war in Paris vor dem finalen Duell dann alles ganz anders. Nadal verbrachte die Zeit dieses Mal nicht am Handy, sondern fokussierte sich in den letzten Minuten vor dem Match laut Thiem ganz anders: “Ich kam aus dem Spielerrestaurant für meine letzten Vorbereitungen in die Kabine, da sah ich Rafa. Er hatte seine Kopfhörer auf und hatte einen sehr fokussierten Blick. Da wusste ich, ich habe ein Problem.”
Thiem unterlag nach zwischenzeitlichem Satzausgleich in vier Durchgängen am Ende deutlich mit 3:6, 7:5, 1:6, 1:6. Es war bereits die zweite Endspielniederlage in Folge, die der US-Open-Sieger von 2020 in Paris kassierte. 2018 unterlag Thiem glatt in drei Sätzen gegen den 14-maligen French-Open-Champion.
Die Geschichte von Dominic Thiem beweist den besonderen Umgang von Rafael Nadal mit den großen Events. Je größer der Titel, desto größer auch der Fokus auf das Wesentliche. Das Grand-Slam-Turnier in Paris war für den Mallorquiner ohne Zweifel das wichtigste Turnier im Kalender. Boote hatten in den 14 Tagen von Paris für Nadal keine Relevanz.
