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Dominic Thiem und Alexander Zverev - der Anfang einer Grand-Slam-Erfolgsgeschichte?

Dominic Thiem und Alexander Zverev haben bei den US Open 2020 ihr jeweils bestes Grand-Slam-Resultat erzielt. Das Turnier in New York könnte aber erst der Anfang einer Grand-Slam-Erfolgsgeschichte der beiden gewesen sein.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 16.09.2020, 19:06 Uhr

Dominic Thiem und Alexander Zverev in New York
© Getty Images
Dominic Thiem und Alexander Zverev dürften auch in Zukunft für Furore sorgen

Naturgemäß werden nach einem derart packenden Grand-Slam-Endspiel wie jenem zwischen Dominic Thiem und Alexander Zverev unzählige Superlative für die Beschreibung des Matches gesucht. Der Bruder des frischgebackenen US-Open-Champions, Moritz Thiem, brachte es unmittelbar im Anschluss an die 4:02-Stunden-Schlacht vielleicht am besten auf den Punkt: "Geistesgestört. Herrlich. Wahnsinnig. Unmenschlich."

In österreichischen Medien war von einem nun erfüllten "Lebenstraum" zu lesen, in deutschen Blättern wurde die Niederlage Zverevs als "dramatisch" und "denkwürdig" bezeichnet. Dass das Finale dabei über weite Strecken nicht das allerhöchste Niveau zu bieten hatte, wurde insbesondere in den deutschsprachigen Medien kaum erwähnt.

Der Abstand wird geringer

Zu spannend, zu nervenaufreibend, zu bemerkenswert war dieses Endspiel, um diesem Umstand in der Berichterstattung Gewicht zu verleihen. Doch gerade dieser Aspekt sollte den beiden Protagonisten für die Zukunft Mut machen: Thiem gewann seinen ersten Major-Titel trotz einer speziell im Finale alles andere als perfekten Leistung und auch Zverev hatte - beispielsweise bei den ATP Finals 2018 - schon besseres Tennis gezeigt als in diesen beiden Wochen von New York.

Auch wenn nach wie vor Novak Djokovic, Rafael Nadal und wohl auch Roger Federer die großen Favoriten bei den kommenden Major-Turnieren sein werden, zeigten nicht nur die unter besonderen Umständen ausgetragenen US Open, dass der Abstand zwischen den Big Three und den jungen Wilden immer geringer wird. Insbesondere Thiem arbeitete sich kontinuierlich an die drei womöglich besten Spieler aller Zeiten heran, untermauert wird dies mit einem Blick auf seine ersten drei Grand-Slam-Endspiele.

Das Selbstvertrauen stimmt

Wenngleich Zverev diesen Beweis vor allem in der vergangenen Spielzeit schuldig blieb, dürfte auch mit dem Deutschen bei den kommenden Major-Events zu rechnen sein. Mit seinem mächtigen ersten Aufschlag, der druckvollen Rückhand und einer ähnlich aggressiven Spielweise wie in den ersten beiden Sätzen gegen Thiem, verfügt der 23-Jährige über alle Waffen, die es braucht, um auf der höchsten Turnierebene erfolgreich zu sein.

Dessen ist sich auch Zverev selbst bewusst. "Ich werde irgendwann Grand-Slam-Champion sein", erklärte der Weltranglistensiebente unmittelbar im Anschluss an das Endspiel. Das Selbstvertrauen, auch dieses scheint bei Thiem und Zverev nun zu stimmen - und ist ein weiterer und womöglich sogar entscheidender Grund dafür, warum das US-Open-Finale 2020 nur der Anfang einer Grand-Slam-Erfolgsgeschichte der beiden Freunde gewesen sein könnte.

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von Nikolaus Fink

Mittwoch
16.09.2020, 11:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.09.2020, 19:06 Uhr

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