Dubai: Roger Federer will Bencic-Vorlage nutzen

Die Schweizer Festspiele könnten in Dubai noch ein Weilchen anhalten.

von Jörg Allmeroth aus Dubai
zuletzt bearbeitet: 24.02.2019, 21:07 Uhr

2020 eher getrennt und eher nicht in Perth: Roger Federer, Belinda Bencic
© Jürgen Hasenkopf
Roger Federer, Belinda Bencic

Irgendwann in den letzten Monaten hatte Belinda Bencic mit dem Team Bencic eine Wette abgeschlossen, mit Vater Ivan und Freund und Fitnesscoach Martin Hromkovic. Wenn Bencic den nächsten Turniersieg landete, dann würden sie alle gemeinsam zu einem Skydiving-Abenteuer aufbrechen, also zu einem Tandem-Fallschirmsprung.

Nun, da Bencic jäh und unvermutet zur Wüsten-Königin von Dubai aufgestiegen war, hätte es eigentlich so weit sein sollen: „Am liebsten würde ich es sofort angehen, es wäre ein Riesenerlebnis für mich“, sagte die 21-jährige im ersten Überschwang nach ihrem Pokalcoup.

Aber dann klappte es gleich am Morgen nach dem märchenhaften Pokalcoup doch noch nicht mit dem Absprung über der Millionenmetropole am Golf, in die Lüfte und noch höher hinaus als auf dem Centre Court muss sich Bencic anderswo aufschwingen – und dann auch ihr Begleitgespann sanft, aber bestimmt überzeugen: „So ein Fallschirmsprung steht schon ganz lange bei mir auf der To do-Liste, das will ich unbedingt machen. Eher früher als später“, so Bencic.

Was für die neue Nummer 23 der WTA-Weltrangliste der reinste Spaß wäre, bliebe für Partner Hromkovic eher nicht vergnügungssteuerpflichtig: Der frühere Fußballprofi leidet nämlich unter Höhenangst.

Roger Federer will 100. Titel holen

Nach Bencics Siegeszug könnten die Schweizer Tennis-Festspiele im „Übermorgenland“ der Vereinigten Arabischen Emirate weitergehen: Beim Herrenturnier geht Roger Federer auf die Jagd nach seinem 100. Karrieretitel und dem achten Pokalgewinn in der Stadt, in der er große Teile seines jährlichen Trainingsprogramms bestreitet.

Federer gewann die Duty Free Championships erstmals vor sechzehn Jahren, seinerzeit gegen den Tschechen Jiri Novak. Im Halbfinale überwand er seinen heutigen Coach Ivan Ljubicic.

Federer trifft in der ersten Runde des 2019er Turniers auf Philipp Kohlschreiber, seinen regelmäßigen Trainingspartner. Die bisherige Bilanz läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Federer geht mit 13:0-Siegen in das Duell. Es ist auch sein erster Auftritt seit dem Achtelfinal-Aus bei den Melbourne gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas. Auch Tsitsipas wird in Dubai in einem starken Feld aufschlagen.

Federer gehörte inzwischen zu den prominentesten Gratulanten für Bencic, die mit ihm zusammen beim Hopman Cup in Perth die Saison eröffnet hatte. Damals gewannen die beiden Schweizer in einer Last-Minute-Entscheidung, mit dem allerletzten Punkt in einem speziellen Matchtiebreak das Finale gegen Deutschland (Angelique Kerber/Alexander Zverev). „Ich hoffe, dass ich hier die Vorlage von Belinda nutzen kann“, sagte Federer, „ich freue mich unheimlich für sie. Es ist schön, dass sie wieder auf diesem Topniveau angekommen ist.“

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Sonntag
24.02.2019, 20:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.02.2019, 21:07 Uhr

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