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Ein Hauch von Paris: Zverev und die offene Tür zum Finale

Achtelfinalist Alexander Zverev kommt bei den US Open langsam in Schwung. Der Weg ins dritte Grand-Slam-Finale in Folge scheint geebnet.

von SID
zuletzt bearbeitet: 06.09.2026, 11:46 Uhr

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Auch in New York würde Alexander Zverev gerne wie bei den French Open am Finaltag die Arena betreten.

Ein einfacher Weg ins Finale der US Open? Die ganz große Chance auf den nächsten Titel? Nein, davon wollte Alexander Zverev im Kabinengang des Arthur Ashe Stadiums nichts wissen. "Wir haben hier viele Spieler noch im Draw, die besser gespielt haben als ich in den letzten Wochen", sagte der Tennisstar nach seinem Achtelfinaleinzug bei den US Open deutlich genervt: "Hier sind noch immer sehr, sehr gute Spieler dabei."

Im Anschluss an den Dreisatzsieg gegen Alejandro Tabilo, den Zverev wie so oft in diesen Tagen tief in der New Yorker Nacht eingetütet hatte, wollte er sich nur auf sein eigenes Spiel fokussieren - welches ihm so langsam endlich wieder Freude macht. Beim 6:2, 7:6 (7:2), 6:2 gegen den Chilenen war Zverev zumindest in den Sätzen eins und drei wieder in die Nähe seiner Topform gekommen, gegen den Italiener Luciano Darderi soll es am Montag weiter bergauf gehen.

Und doch wird auch Zverev nicht entgangen sein, dass nach einem denkwürdigen Samstag in Flushing Meadows zumindest in seiner Turnierbaumhälfte keine großen Namen mehr vertreten sind. Mit US-Hoffnungsträger Taylor Fritz und Paris-Finalist Flavio Cobolli verabschiedeten sich die letzten beiden Top-Ten-Spieler, auf die Zverev im Halbfinale hätte treffen können. Die Tür zum Endspiel zumindest ist somit weit offen.

Es liegt unbestreitbar ein Hauch von Paris in der lauen New Yorker Spätsommerluft. Bei den French Open waren Zverev damals nach und nach die hochkarätigen Gegner ausgegangen, was er letztlich zum Gewinn seines ersten Grand-Slam-Titels ausnutzte. Die jetzige Situation erinnert stark daran - und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Im Finale könnte mit Carlos Alcaraz ein wiedererstarkter siebenmaliger Major-Gewinner warten.

"Alcaraz ist im Draw und ich finde, dass er jedes Match besser und besser spielt", betonte deshalb auch Zverev, dann wies er noch auf den formstarken US-Amerikaner Ben Shelton hin. "In Paris war es ja so, dass ich die Turniere davor nur gegen Jannik Sinner verloren hatte und dann war er auf einmal raus", schloss Zverev.

Dennoch spricht inzwischen wieder viel dafür, dass der Hamburger auch bei den US Open sehr weit kommen kann. Gegen Tabilo legte er über weite Strecken die seltsame Unsicherheit ab, die ihn durch die ersten beiden Runden begleitet hatte. "Das ist ein besseres Match gewesen, der erste und der dritte Satz war um Welten anders als die letzten paar Tage", befand Zverev.

Dass Zverev kurz nach seinem zeitweise sehr schwachen zweiten Satz frustriert seinen Schläger gegen die Rückwand des Courts geschleudert hatte? Zu diesem Zeitpunkt in den Katakomben der größten Tennisarena der Welt schon fast wieder vergessen. Der Blick richtet sich nach vorne.

Als nächstes wartet nun also der Weltranglisten-22. Darderi. Der hat den French-Open-Sieger in diesem Jahr immerhin bereits bezwungen - beim Sandplatz-Masters in Rom. Trotzdem ist Zverev der klare Favorit; nicht zuletzt, weil er wohl wieder zu seiner Lieblingstageszeit randarf.

"Der Turnierdirektor ist super nett und gibt mir die Wahl", erklärte Zverev und kündigte quasi die nächste Night Session an: "Ich möchte nicht tagsüber spielen, weil ich im Rhythmus bin, wo ich vor vier, fünf nicht einmal schlafen gegangen bin."

Hier das Einzel-Tableau der Herren aus New York

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Sonntag
06.09.2026, 17:21 Uhr
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