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Einreise in die USA: Novak Djokovic vor unsicherem Spätsommer

Novak Djokovic wird nach Wimbledon zum ersten Mal seit 2018 die Top 5 der Weltrangliste verlassen. Größere Probleme kommen auf den Serben jedoch in den Wochen nach dem Rasenklassiker zu. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 15.06.2022, 20:07 Uhr

Novak Djokovic blickt einem unsicheren Sommer entgegen
Novak Djokovic blickt einem unsicheren Sommer entgegen

Novak Djokovic hat sich die Zeit genommen, die er braucht. Zeit, um die bittere Viertelfinalniederlage gegen Langzeitrivale Rafael Nadal zu verdauen, die der Serbe bei seinem ersten Grand-Slam-Auftritt des Jahres einstecken musste. Ein weiterer Rückschlag in einer bislang so schwierigen Saison für Novak Djokovic. Für jenen Mann, der im Vorjahr gleich drei Major-Turniere hat gewinnen können. 

Und die Pechsträhne, sie will nicht abreißen für den Mann aus Belgrad. Durch die Streichung der Punkte für Wimbledon wird Novak Djokovic in der Weltrangliste weiter zurückfallen, die 2000 Punkte für den Vorjahrestitel fallen dem Serben ersatzlos aus dem Ranking - damit wird Djokovic nach dem dritten Major-Event des Jahres die Top 5 der Weltrangliste verlassen. Und zwar zum ersten Mal seit ziemlich exakt vier Jahren.

Djokovic darf - Stand jetzt - nicht in die USA

Nicht die einzige Problematik, mit der sich der 35-Jährige derzeit herumschlagen muss. Stand jetzt wird es Novak Djokovic nämlich aufgrund seines Impfstatus nicht erlaubt sein, im Spätsommer in die Vereinigten Staaten einzureisen - womit nicht nur die US Open für den 20-fachen Major-Sieger mächtig wackeln, sondern auch etliche Gelegenheiten, in puncto Weltranglistenpunkte anzuschreiben wegfallen könnten.

Zwar haben die USA zuletzt ihre Einreiseregularien leicht gelockert, weder ein negativer COVID-19-Test noch Genesungsbescheid sind für die Einreise erforderlich, eine Impfung gegen das Coronavirus bleibt jedoch weiterhin verpflichtend. Und diese hat Novak Djokovic schlichtweg nicht vorzuweisen. Was zuletzt bei den Turnieren in Europa jedoch keine negativen Begleiterscheinungen mit sich brachte. 

Djokovic jagt Nadal 

Damit könnte sich Novak Djokovic im Worst Case bereits recht bald aus den Top 10 der Weltrangliste verabschieden - 1200 Punkte für den Finaleinzug beim letzten Major-Event des Jahres könnten dem Serben im Falle einer verweigerten Einreise aus dem Ranking fallen. Und - das ist bereits heute von der USTA zu hören - man werde nicht um eine Ausnahmegenehmigung für Djokovic ansuchen. Ein Procedere, das sich bereits in Australien als wenig erfolgreich herausstellen sollte. 

Novak Djokovic könnte damit im für ihn wichtigsten Vergleich weiter an Boden verlieren - dem Rennen um die meisten Grand-Slam-Titel. Dort liegt der Serbe mit zwei Titeln zurück, Nadal scheint nach einer erfolgreichen Therapie am Fuß - folgt man Aussagen von Toni Nadal am Rande der Boss Open in Stuttgart - wieder auf dem Weg zu einer besseren körperlichen Konstitution. Was ihn zweifelsfrei zu den Mitfavoriten in Wimbledon, aber insbesondere bei den US Open zählen lässt. 

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
16.06.2022, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.06.2022, 20:07 Uhr

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