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Entscheidung über US Open fällt im Juni

Nach der Absage von Wimbledon schwebt auch über den US Open ein großes Fragezeichen. Die Veranstalter kündigten nun an, spätestens im Juni eine Entscheidung treffen zu wollen. 

von SID/red
zuletzt bearbeitet: 17.04.2020, 09:15 Uhr

Im Juni soll die Entscheidung fallen, ob die US Open 2020 planmäßig stattfinden können.
Im Juni soll die Entscheidung fallen, ob die US Open 2020 planmäßig stattfinden können.

Ob und wann 2020 wieder Tennis gespielt werden kann ist derzeit unklar. Immer weiter wurde die Unterbrechung der Tour verlängert, zuletzt fiel auch der Rasenklassiker von Wimbledon dem Coronavirus zum Opfer. Das nächste ganz große Turnier, was nun planmäßig stattfinden soll, sind die US Open in New York City, einer Stadt, die aktuell besonders hart vom Coronavirus betroffen ist. 

Geisterturnier "ein sehr unrealistisches Szenario"

Die Entscheidung über eine Durchführung der US Open in New York fällt spätestens im Juni. Das kündigte Mike Dowse, Chef des US-Verbandes United States Tennis Association, am Donnerstag an. Bisher sei keine Variante vom Tisch, sagte Dowse, es sei aber nach wie vor das Ziel, das Grand-Slam-Turnier mit Zuschauern durchzuführen: "Ein Geisterturnier ist ein sehr unrealistisches Szenario."

New York ist die in den USA am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Metropole, allein im Großraum New York fielen bereits mehr als 31.000 Menschen dem Virus zum Opfer. Auf der Tennis-Anlage in Flushing Meadows ist ein behelfsmäßiges Krankenhaus errichtet worden, um die vielen Corona-Patienten behandeln zu können. Dowse betonte, man stehe im permanenten engen Austausch mit Medizinern: "Der entscheidende Faktor bei unserer Entscheidung wird die Gesundheit der Spieler, der Fans und unserer Mitarbeiter sein."

Das Problem mit den French Open

Die US Open, welche von 31. August bis 13. September über die Bühne gehen sollen, sind nach der Wimbledon-Absage das nächste Grand-Slam-Turnier auf der Agenda 2020. Der Beginn der French Open in Paris ist von den Veranstaltern in Roland Garros in einem Alleingang vom Mai auf den 20. September verschoben worden. Eine Entscheidung, die für viel Kritik sorgte, würde den Athleten doch nur rund eine Woche Zeit für die Umstellung von Hartplatz auf Sand bleiben. 

Im Vorjahr hatte Rafael Nadal sowohl bei den US Open als auch bei den French Open triumphiert. Für die Verteidigung beider Titel müsste dieser nun also vier Grand-Slam-Wochen in insgesamt fünf Wochen spielen - eine Belastung, die für Spieler kaum schaffbar sei, wie Jan de Witt im tennisnet-Interview konstatierte. Nun scheinen die US Open aber ohnehin zu diesem Termin in Gefahr zu sein. 

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von SID/red

Freitag
17.04.2020, 13:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.04.2020, 09:15 Uhr