Fabio Fognini und der schleppende "Neuanfang"

Fabio Fognini kam nach seiner Knöcheloperation in der Vorsaison nicht wirklich in Fahrt. Nun, 2021, will der Italiener wieder angreifen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 12.01.2021, 07:52 Uhr

Fabio Fognini kam nach seiner Operation im Sommer des Vorjahres noch nicht wirklich in Fahrt
Fabio Fognini kam nach seiner Operation im Sommer des Vorjahres noch nicht wirklich in Fahrt

2019 war das Jahr des Fabio Fognini. Nach seinen starken Auftritten während der europäischen Sandplatzsaion - allen voran seinem ATP-Masters-1000-Titelgewinn in Monte Carlo - schaffte der Italiener erstmals den Sprung unter die besten Zehn des ATP-Klassements - und das mit 32 Jahren als ältester Spieler seit 1973. Bereits während dieses Höhenflugs machten dem Weltranglisten-17. aber seine Knöchel zu schaffen. 

Probleme, die ihn während der COVID-19 bedingten Unterbrechung der ATP-Tour im Frühjahr und Sommer des Vorjahres schließlich zu einer Operation zwangen. Keine leichte Entscheidung für den quirrligen Sandplatzspezialisten, wie dieser erklärte: "Wenn man operiert wird, besonders mit 33, weiß man nie, was passieren wird", so der Italiener im Vorfeld der Antalya Open, bei denen er in diesen Tagen seine Saison eröffnet hatte. Mit der Operation hätte es für ihn einen Neuanfang gegeben, konstatiert Fognini. 

Schleppender Restart 

In Kitzbühel im September des Vorjahres sollte der 33-Jährige schließlich sein Comeback geben. Ein Comeback, das vor allem von Rückschlägen geprägt war. Nur eines seiner fünf Matches im zweiten Teil des Kalenderjahres 2020 konnte Fognini für sich entscheiden, den Top-10 der Weltrangliste musste der Italiener somit Ade sagen. Heute gibt Fognini zu, mit keinen Erwartungen in diese Turniere gegangen zu sein, sein linker Fuß wäre bei rund 75% gewesen, sein rechter gar nur bei 50%. 

"Ich wusste, dass ich während der Sandplatzsaison nicht bei 100% war, also akzeptierte ich jedes Resultat, das kommen sollte", so Fognini. Nun, mit einer siebenwöchigen Saisonvorbereitung, soll es für den Italiener aber wieder bergauf gehen, zumindest das erste Match des Jahres konnte der 33-Jährige in Antalya auch für sich entscheiden, in Runde drei sollte gegen Jeremy Chardy dann aber Endstation sein. 

In Runde eins weitgehend schmerzfrei

Nachdem Fognini in Runde zwei Michael Vrbensky, Nummer 311 der ATP-Charts, besiegen konnte, war dieser überraschend glücklich mit seinem Spiel. "Ich bin glücklich, weil jedes Match für mich jetzt wichtig ist, besonders wenn ich ein enges Match gewonnen habe", bilanzierte der Weltranglisten-17. gegenüber der ATP. Er habe sich größtenteils schmerzfrei gefühlt, konnte sprinten - "Das ist das Schönste am heutigen Tag." 

Genau das gäbe dem 33-Jährigen nun Selbstvertrauen für die kommende Spielzeit, wie dieser betonte: "Ich weiß, dass mir mein Tennis, wenn ich etwas von meinem Tennis verlange, immer eine Antwort gibt", erklärte Fognini. "Ich weiß, wenn ich mich während dieser Art von Matches wie heute körperlich wieder gut fühle, dann kommen die Ergebnisse mit Sicherheit."

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