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Fabio Karner mit HTT-Endspiel-Premiere

Der steirische Jungstar Fabio Karner hat bei der 15. Auflage des März HTT 250 Turniers im UTC La Vil...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 15.03.2022, 13:18 Uhr

Der steirische Jungstar Fabio Karner hat bei der 15. Auflage des März HTT 250 Turniers im UTC La Ville zum ersten Mal in seiner Karriere ein Endspiel auf der Hobby Tennis Tour erreicht. Der topgesetzte 16jährige vom Grazer TC behielt im Semifinale nach einer teilweise emotional geführten Dreisatz-Schlacht gegen den gleichaltrigen Vuk Jovanovic aus Serbien mit 2:6, 6:3, 6:4 die Oberhand, und trifft im Traumfinale des 19. HTT Saisonturniers auf die seit Wochen in Hochform agierende Nummer 2 der Setzliste Noah Alishaev. Der 13jährige feierte gegen Russlands comebackende Power-Lady Mariam Karadzhaeva beim halbfinalen 6:4, 3:6, 6:1 Sieg bereits den zehnten Einzelsieg auf HTT 250er-Ebene in Serie, und peilt im abschließenden Endspiel (ab 20:15 LIVE auf www.hobbytennistour.at) als erster Spieler im Jahr 2022 einen zweiten HTT-Saisontitel an. Ein Bericht von C.L

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Noah Alishaev bereits seit 10 Spielen auf HTT 250er-Ebene unbesiegt

Zwei spannende, teils hochklassige Halbfinal-Matches hatte der gestrige vierte Spieltag des 15. März HTT 250 Turniers im UTC La Ville zu bieten. Zwei Matches, die auch sehr deutlich die aktuelle Dominanz der HTT-Jugend auf 250er-Ebene zeigten. Der Grund für die derzeit herausragende Rolle die die HTT-Teenager hinter den drei größten HTT-Ebenen spielen ist einfach und klar. Die Tennis-Teens spielen grandioses Tennis, schnell, technisch ausgereifter als Jugendliche der vergangenen zehn Jahre, und auch auch schon weitaus konstanter, als die “Te-Te-Generation” der letzten Dekade. Richtig flott ging es im März-HTT-Semifinale der unteren Tableau-Hälfte zwischen dem an Nummer 2 gesetzten Jänner-HTT-250-Champion Noah Alishaev und der russischen HTT Laver-Cup-Championesse Mariam Karadzhaeva zur Sache. Ehe der 13jährige Alishaev mit seinem bereits zehnten HTT-250er-Saisoneinzelsieg sein zweites Finale im Jahr 2022 fixiert hatte, musste er erstmals in diesem Turnier eine spielerisch ebenbürtige Gegnerin mit Karadzhaeva aus dem Weg räumen. Die 19jährige war im ersten Satz mit einem Break 4:3 voran gelegen, ehe Alishaev mit drei Games en suite doch noch den Turnaround schaffte. In Durchgang Nr. 2 brillierte dann die nach einem Rippenbruch sechs Monate ausgefallene Russin mit einem Super-Finish, und glich nach zwischenzeitlichem 2:3 Rückstand mit drei gewonnenen Games in Serie die Partie zum 1:1 in Sätzen aus. Da war er auch wieder, der einst weinerliche Alishaev, der sich trotzig motzend um die Früchte seiner Arbeit brachte. Im dritten Satz drehte der Junior dann aber groß auf, führte rasch 2:0, steckte ein Break zum 2:1 locker weg, und finalisierte in seinem 50. HTT Karriere-Match bärenstark aufspielend nach 1:41 Stunden Spielzeit mit 6:1 sein zweites Saisonfinale 2022.

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Fabio Karner: Erst verirrt, dann das erste HTT Karriere-Finale fixiert

Bereits zuvor hatte sich in einem weiteren Teenager-Semifinale der oberen Raster-Hälfte Fabio Karner für das Endspiel des 15. März HTT 250 Turniers qualifiziert. Der Trainingskollege aus der ATC Academy von Mariam Karadzhaeva hatte im Verlauf des 19. Saisonturniers am Montag Abend erstmals mit heftiger Gegenwehr zu kämpfen, und mit dem gleichaltrigen Vuk Jovanovic aus Serbien einen gleichwertigen Gegner im Kampf um das Finale zu bespielen. Der halbfinale Showdown mit Jovanovic begann für Karner allerdings denkbar schlecht, und das schon Stunden vor dem ersten Aufschlag. Der 16jährige Steirer hatte sich erstmals allein öffentlich von seinem Hotel aus Möllersdorf anreisend verfahren, und erst 10 Minuten vor Spielbeginn, das UTC La Ville erreicht. Dann wurde der 16jährige in seinen Vorbereitungen auf das Match hektisch, und handelte sich so auch einen frühen 0:5 Rückstand ein, der nicht mehr aufholbar in einem 2:6 im ersten Satz endete. Karner konterte freilich, holte den zweiten Satz mit 6:3, und legte auch im entscheidenden dritten Durchgang grandios mit einer 3:0 Führung los. Jovanovic wiederum zeigte Moral, egalisierte das aus seiner Sicht ärgerliche 0:3, und hievte die Partie in eine superspannende Schlussphase, in der Karner mit dem entscheidenden Break zum 6:4 das bessere Ende für sich hatte. “Der erste Satz war aus meiner Sicht grottenschlecht. Im zweiten Satz habe ich zu meinem Spiel gefunden, und der dritte Durchgang war für die Zuschauer sicherlich sehenswert”, analysierte der Sieger vom Grazer TC.

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von Claus Lippert

Dienstag
15.03.2022, 12:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.03.2022, 13:18 Uhr