Fed Cup: Welche Durststrecke endet in Perth?

Frankreich und Australien spielen am Wochenende um den Fed-Cup-Titel 2019. Beide Nationen warten schon lange, teilweise sehr lange, auf einen Erfolg.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.11.2019, 16:51 Uhr

Werden die Australierinnen in Perth zuschlagen?
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Werden die Australierinnen in Perth zuschlagen?

Die große Frage im Fed Cup während der letzten Jahre hätte gut und gerne auch sein können: Wer darf im Endspiel gegen die Tschechische Republik den zweiten Platz abholen? Seit 2011 ging der Titel im traditionsreichen Mannschafts-Wettbewerb an Petra Kvitova, Karolina Pliskova, Barbora Strycova und Co., zuletzt im vergangenen Jahr, als die Tschechinnen die USA in Prag mit 3:0 klar beherrschten.

In diesem Jahr aber wird eine von zwei Durststrecken beendet: Entweder jene der Französinnen, die zuletzt 2003 in Moskau reüssierten. Damals in einem Finalturnier der besten vier Nationen und einem 4:1-Endspiel-Sieg gegen die USA. Oder aber jene der Australierinnen, die seit 1974 auf einen Fed-Cup-Sieg warten. Damals übrigens errungen in Neapel, wieder im Rahmen eines Turnieres. Und beinahe natürlich ebenfalls gegen die USA.

Barty führt Australien an

Ashleigh Barty und Co. genießen am Samstag und Sonntag in Perth Heimrecht, wer weiß, wie lange es so etwas noch gibt. Mit Spannung wird das Finalturnier der Herren in Madrid verfolgt werden, die ITF könnte sich dieses Format auch wieder für die Frauen vorstellen. Allerdings nur, wenn der Zuspruch des Publikums entsprechend große ist. Die ersten Ticketverkaufs-Zahlen aus Madrid lassen daran eher Zweifel aufkommen.

In Perth ist dagegen damit zu rechnen, dass die Strahlkraft der Nummer eins der Welt die Fans  ins Stadion treibt. Ashleigh Barty hat ihre sensationelle Saison nach den Erfolgen in Miami und Roland Garros mit dem Titel bei den WTA Finals gekrönt, sie muss im Zweifel drei Punkte für Australien holen. Zwei im Einzel - und dann an der Seite von Samantha Stosur vielleicht auch noch im Doppel.

Dass der Heimvorteil nicht zwingend zum Titel führt, dieses Wissen sollte andererseits den Französinnen mit Kristina Mladenovic und Caroline Garcia Mut geben. Das Fed-Cup-Finale 2016 ist schließlich noch einigermaßen frisch in Erinnerung. Damals verlor Frankreich zuhause mit 2:3. Nicht überraschend gegen die Tschechische Republik.

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Freitag
08.11.2019, 13:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.11.2019, 16:51 Uhr