Federers Ex-Coach - Der junge Roger war talentiert, aber faul

Mit Peter Lundgren als Coach hat Roger Federer 2003 seinen ersten Wimbledon-Sieg geholt. Die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach gewesen, erinnert sich der Schwede.

 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.05.2020, 10:18 Uhr

2003 gemeinsam zum Wimbledon-Sieg - Roger Federer und Peter Lundgren
© GEPA Pictures
2003 gemeinsam zum Wimbledon-Sieg - Roger Federer und Peter Lundgren

Peter Lundgrens letzter aktiver Auftritt als Tennisprofi liegt schon eine halbe Ewigkeit zurück, hat aber starken Österreich-Bezug: 1996 schlug der Schwede, der als Karriere-Hoch immerhin Platz 25 in der ATP-Weltrangliste vermerkt hat, in St. Pölten an der Seite von Marcelo Rios im Doppel auf. Nicht ganz zufällig: Zu jenem Zeitpunkt coachte Lundgren den extrovertierten Chilenen, bevor er sich in Richtung Schweiz aufmachte, um sich von 2000 bis 2003 um den jungen Roger Federer zu kümmern.

Und auch wenn die Zusammenarbeit im ersten Wimbledon-Sieg Federers 2003 mündete, ging nicht alles leicht von der Hand. „Es ist nie einfach, mit einem Tennisspieler zu arbeiten“, erklärte Lundgren, der später auch noch Marat Safin zum Erfolg bei den Australian Open 2005 coachen sollte, gegenüber Tenis Brasil. „Zu dieser Zeit war Roger ein sehr talentierter junger Mann, vielleicht ein bisschen faul, er hatte einige Konzentrationsprobleme und war körperlich noch nicht bereit.“

Federer wollte immer der Beste sein

Zumal der Druck auf Roger Federer schon in jungen Jahren enorm hoch gewesen sei. „Für Roger war dieser Titel das, was alle von ihm erwartet hatten,“ so Lundgren über den ersten Erfolg seines Ex-Schützlings an der Church Road. Der schwedische Coach selbst hatte in Wimbledon immerhin das Achtelfinale erreicht - eine vorzügliche Leistung vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass die äußeren Umstände zu Lundgrens aktiver Zeit Grundlinienspieler wie ihn stark benachteiligt hatten.

Den Drive und das spielerische Talent von Federer hat Peter Lundgren indes nicht mit auf den Tennisplatz gebracht. „Er wollte schon immer der Beste sein. Die Wahrheit ist, dass er eine Person war, mit der es schwierig war zu arbeiten, aber er hat ein großes Herz und ist ein guter Kerl.“

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