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Florian Pimishofer zurück in “sandiger” Erfolgsspur

HTT French Open Sieger Florian Pimishofer hat am Dienstag Nachmittag mit einem 6:3, 6:4 Erfolg  im E...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 29.04.2022, 03:18 Uhr

HTT French Open Sieger Florian Pimishofer hat am Dienstag Nachmittag mit einem 6:3, 6:4 Erfolg  im Endspiel des 30. April HTT 500 Turniers über Schwedens Jungstar Elias Steinbichl den HTT-Sandplatz-Auftakt 2022 im UTC La Ville gewonnen, und damit seinen zweiten HTT Karriere-Titel gefeiert. Der 20jährige aus Seebenstein hat sich damit fünf Wochen vor Beginn des zweiten HTT Saison-Grand-Slam-Turniers auch für die Mission “HTT French Open Titelverteidigung” in Stellung gebracht, und ein kräftiges Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz gesetzt. Für den in einem 1:41 Stunden dauernden und auf mäßigem Niveau verlaufenden Endspiel unterlegenen Elias Steinbichl blieb als Trost Platz 8 in der neuesten Ausgabe der HTT Computer-Rangliste, und damit das Karriere-Best des 19jährigen vom UTC Wr. Neustadt. Ein Bericht von C.L

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500er-Turniere der HTT wieder “en vogue”

HTT Turniere der 500er-Kategorie sind nach einem dramatischen Durchhänger im Corona-Jahr 2021 wieder “en vogue”, und zumindest was die Attraktivität der heurigen Siegerliste betrifft, wieder zu echten und herzeigbaren Top-Events avanciert. Nach Harthtter Florian Kopf, dem Ranglisten-Ersten Damian Roman, dem ehemaligen Top-Ten-Star Kevin Köck, dem Wiener Vize-Landesmeister Wenzel Graski, Tour-Newcomer Amel Bisevac und dem dreifachen serbischen HTT Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic, hat es nun bei der 30. Ausgabe des traditionsreichen April HTT 500 Turniers mit dem amtierenden HTT French Open Champion Florian Pimishofer ein weitere Hochkaräter in die sensationell besetzte “Hall of Fame” der bisher sieben ausgetragenen Saisonturniere auf HTT 500er-Ebene geschafft. Der 20jährige vom TC Seebenstein gewann am Dienstag Abend den mit 500 Ranglistenpunkten dotierten Saisonauftakt auf roter Asche und eine wirklich verrückte Ausgabe des seit 1992 im Kalender etablierten Sandplatz-Klassikers. Verrückt spielte das Wetter an drei von fünf Turniertagen, verrückt las sich auch das Viertelfinal-Tableau der oberen Hälfte, wo das erwartete Top-Duell zwischen HTT US Open Sieger Rene Gräflinger und Babolat Cup 500 Sieger Amel Bisevac nicht wie erwartet zustande kam. Tja, und verrückt ist irgendwie auch der Umstand, dass Florian Pimishofer wenige Wochen vor den HTT French Open ausgerechnet auf Sand wieder auf die Siegerstraße zurück fand. Seit seinem sensationellen HTT French Open Erfolg im Juni letzten Jahres, war es erfolgstechnisch nämlich eher still um den sympathischen Niederösterreicher geworden.

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Pimishofer & Steinbichl mit “ausbaufähiger” Final-Performance

Auch wenn das Niveau seines Final-Auftritts am Centercourt Lance Lumsden gegen Elias Steinbichl ausbaufähig war, und jede Menge Luft nach Oben bot, spielte sich Pimishofer dennoch ohne Satzverlust zu seinem zweiten Turniersieg auf der Hobby Tennis Tour. Fabio Scheidl, der immer stärker werdende Belarus-Jungstar Alexander Miazhynski, Nordmazedoniens Top Ten-Star Tarik Mustafik und am Ende auch Schwedens Youngster Elias Sreinbichl sind alles andere als Laufkundschaft, die man mal so im Vorbeigehen in die Knie zwingen kann. Vorallem Pimishofers Gala-Auftritt im Semifinale gegen Mustafik imponierte, und überdeckte in der Nachbetrachtung auch die eher maue finale Performance des Ranglisten-Sechsten. Dort im Endspiel ließen sowohl Pimishofer als auch Steinbichl über weite Strecken des 101 Minuten dauernden finalen Showdowns viele spielerische Wünsche offen. 86 gemeinsame unforced errors produzierten die beiden Niederösterreicher zusammen, bei nur 28 fabrizierten Winnern eine eher magere Ausbeute. Einen von fünf Breaks geprägten ersten Satz servierte Pimishofer nach 52 Minuten mit 6:3 aus, ehe er zu Beginn des zweiten Satzes mit einem Doppel-Break und einer zwischenzeitlichen 3:0 Führung rasch für klare Verhältnisse zu sorgen schien.

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Wen Titelverteidiger Florian Pimishofer bei den in fünf Wochen beginnenden HTT French Open in der Favoritenrolle sieht

Das Pimishofer zu Beginn der Sandplatzsaison aber noch nicht wirklich konstantes Sandplatz-Tennis auf den Court bringt, zeigte der Verlauf des zweiten Satzes. Denn weder die erwähnte frühe 3:0 Führung, noch wenig später das schon vorentscheidend wirkende 5:2 sorgten beim amtierenden HTT French Open Champion für Sicherheit und Konstanz in seinem Spiel. So kam ein an diesem Nachmittag insgesamt enttäuschend  spielender Elias Steinbichl noch zu zwei Spielgewinnen und auf 4:5 heran, ohne dabei allerdings wirklich das Gefühl bei den Zuschauern zu wecken, dass die 30. Final-Auflage des April-HTT-500-Turniers in einen dritten Satz gehen könnte. Zu Null und mit einem abschließenden Vorhand-Winner setzte Pimishofer dann der finalen Fehlerorgie am Centercourt Lance Lumsden auch ein Ende, und ließ sich anschließend bei der Siegerehrung mit einem in Silber gehaltenen Pokal standesgemäß feiern. “Das erste Freiluftturnier gleich zu gewinnen ist ein Superstart in die Sandplatzsaison, und macht mich glücklich”, so der Sieger in einer ersten Reaktion. “Natürlich hat der Elias heute nicht sein bestes Tennis gespielt. Jeweils 43 unerzwungene Fehler von uns beiden, das ist ein ganze Menge. Ich will keine Ausreden suchen, aber diese Anzahl an Fehlern resultiert auch daraus, dass wir eine Menge Druck vor dem ersten Sandplatzfinale 2022 hatten. Für mein Selbstvertrauen war dieser Titelgewinn aber immens wichtig. Ich werde in den kommenden Wochen mit weiteren Turnierstarts und der Meisterschaft versuchen, mich fit zu halten”, so Pimishofer, der sich in Sachen “HTT French Open Titelverteidigung” aber eher zurückhaltend gibt. “Ich sehe mich selbst nicht als Favorit bei den HTT French Open. Da sehe ich eher die großen HTT Giganten Damian Roman, Vladimir Vukicevic und den Luki Prüger in der Favoritenrolle”.

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