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French Open 2020: Sofia Kenin - Umso höher die Einsätze, desto besser

Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin geht als leichte Favoritin in das Endspiel von Roland Garros 2020. Vor ihrer Gegnerin, Iga Swiatek aus Polen, ist sie aber gewarnt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 10.10.2020, 09:47 Uhr

Kann Sofia Kenin auch an diesem Samstag jubeln?
© Getty Images
Kann Sofia Kenin auch an diesem Samstag jubeln?

Die sehr kurze Sandplatzsaison 2020 hat für Sofia Kenin nicht gut begonnen. Genau genommen katastrophal. Das war schon mit der Auslosung in Rom eine fast ausgemachte Sache, da wurde Kenin in Runde eins nämlich Victoria Azarenka zugeteilt. Die erfahrene Weißrussin, eigentlich auch eher auf Hartplatz zuhause, schoss Kenin vom Court, ließ ihr keinen einzigen Spielgewinn. Dass das Turnier im Foro Italico in Sachen Frauentennis nur bedingte Vorhersagekraft für die French Open hat, war allerdings auch schon im letzten Jahr zu sehen: Da ruderte Amanda Anisimova gegen Kristina Mladenovic hilflos über den Pietrangeli. Nur um wenige Tage später in Roland Garros Simona Halep zu besiegen und erst im Halbfinale gegen Ashleigh Barty zu verlieren.

Der Finaleinzug von Sofia Kenin beim dritten und letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres zeigt vor allem zwei Dinge: Bei den Frauen kann nahezu jede jede schlagen. Und: Wenn die Einsätze höher werden, dann wird Kenin immer stärker. Siehe dazu nicht nur ihren Erfolg bei den Australian Open 2020, auch im vergangenen Jahr setzte die US-Amerikanerin mit russischen Wurzeln ein Ausrufezeichen bei einem Major: Mit dem Sieg gegen Serena Williams eben hier bei den French Open.

Swiatek gewinnt gegen Halep

Iga Swiatek hatte da gerade eine schmerzliche Lernerfahrung gemacht, war gegen Simona Halep recht chancenlos untergegangen. Dass der Polin etwas mehr als ein Jahr später eine beeindruckende Revanche gegen genau diese Simona Halep gelingen sollte, war nicht nur in Hinblick auf das klare Ergebnis eine Überraschung: Halep hatte nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs nur auf Asche gespielt, die Turniere in Prag und Rom gewonnen. Und war als klare Favoritin nach Rom gereist.

Die 19-jährige Swiatek hingegen hatte post Corona-Pause fünf Matches bestritten, davon drei verloren. Das letzte vor Roland Garros in der ersten Runde von Rom gegen Arantxa Rus aus den Niederlanden. Siwatek könnte die erste Spielerin seit Justine Henin 2007 werden, die die French Open ohne Satzverlust gewinnt. Gleichzeitig könnte sie es Jelena Ostapenko gleichtun: Auch die Lettin hatte noch keinen Titel vor dem Triumph in Paris gewonnen.

Erfahrungswerte für dieses Endspiel gibt es keine, Kenin und Swiatek haben auf WTA-Level noch nie gegeneinander gespielt. Vorstellbar ist alles: Dass die 19-jährige Swiatek in Manier von Naomi Osaka in New York anno 2018 ihre Finalgegnerin einfach überrollt. Oder dass die 22-jährige Kenin mal wieder Wege findet, wie sie ein enges Match mit hohen Einsätzen für sich entscheidet. So wie das Australian-Open-Finale gegen Garbine Muguruza oder das Halbfinale in Roland Garros gegen Petra Kvitova.

Hier das Einzel-Tableau bei den French Open

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Samstag
10.10.2020, 11:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.10.2020, 09:47 Uhr