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French Open: Djokovic braucht den Sonntagstart dringender als Zverev

Novak Djokovic und Alexander Zverev werden schon morgen in die French Open 2026 einsteigen. Das bringt auch Vorteile mit sich.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 23.05.2026, 10:54 Uhr

An der Fitness ist es bislang noch nie gescheitert, wenn Alexander Zverev sich auf den Weg zu seinem bislang unerreichten großen Ziel, dem Gewinn eines Grand-Slam-Turniers, gemacht hat. Für die deutsche Nummer eins ist es also wohl weniger von Belang, dass er zwar schon am morgigen Sonntag startet, bei papierformgemäßem Verlauf des zweiten Majors des Jahres aber zwei Ruhetage mehr gehabt haben wird als sein, Achtung, Finalgegner aus der oberen Hälfte. 

Ja, Alexander Zverev ist ein Favorit auf einen der beiden Endspielplätze in Roland-Garros, Jannik Sinner naturgemäß der andere. Sollte der Südtiroler erst am Dienstag beginnen, dann würde er allerdings immer im Zwei-Tages-Rhythmus zu Werke gehen. Für Zverev heißt es aber: Die zweite Runde findet erst am Mittwoch statt. Und zwischen dem Viertel- und dem Halbfinale gibt es erneut zwei Tage Pause. 

Was uns zu Novak Djokovic bringt. Von dem ja niemand so genau weiß, wie gut er eigentlich drauf ist. In Rom gab es gegen Dino Prizmic im einzigen Match auf Sand in dieser Saison eine Niederlage, der serbische Großmeister selbst hat bei seiner Pressekonferenz tiefgestapelt. Aber wenn jemand mit zusätzlichen Tagen Pause arbeiten möchte, dann wohl Novak Djokovic. 

Denn bei den Australian Open ist Djokovic im Endspiel an Carlos Alcaraz ja auch daran gescheitert, dass er nach dem epischen Sieg gegen Jannik Sinner im Halbfinale nicht mehr viel im Tank hatte. Gut: Alcaraz war in seiner Vorschlussrunde gegen Alexander Zverev noch Läger auf dem Court in Melbourne gestanden, hatte große körperliche Probleme. Im Finale war der Spanier dann aber deutlich frischer. 

Die Auslosung in Paris 2026 ist für Novak Djokovic so semi ausgefallen, er beginnt also morgen gegen Giovanni Mpetshi Perricard, könnte in Runde drei auf Joao Fonseca (oder erneut auf Prizmic) treffen, danach auf den wiedererstarkten Casper Ruud. Das hört sich spätestens ab da ziemlich anstrengend an. Und sollte es Djokovic wirklich ins Halbfinale gegen Zverev schaffen, dann nimmt er den zweiten zusätzlichen freien Tag mit Handkuss. 

Hier das Einzel-Tableau  


 

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Samstag
23.05.2026, 18:51 Uhr
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