French Open: Marta Kostyuk - "Meine Gedanken waren bei den Menschen in der Ukraine"
Geheimfavoritin Marta Kostyuk hat am Sonntag ihr Erstrundenspiel bei den French Open gemeistert - trotz einer Schocknachricht kurz vorm Start.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
25.05.2026, 09:30 Uhr

"Heute Morgen hat 100 Meter vom Haus meiner Eltern entfernt eine Rakete ein Gebäude zerstört", erzählte die 23-Jährige emotional angefasst nach ihrem 6:2, 6:3-Erfolg über Oksana Selekhmeteva aus Russland.
“Unglaublich stolz” sei sie auf sich, so Kostyuk, sie sprach von einem der schwierigsten Matches ihrer Karriere. Am Morgen vor dem Spiel haben sie “viel geweint". "Meine Gedanken und mein ganzes Herz sind heute bei den Menschen in der Ukraine", so die Ukrainerin.
Kostyuk: “Stolz, wie ich das gemeistert habe”
Auf der Pressekonferenz zeigte Kostyuk ein Foto vom Haus ihrer Eltern - mit dicken Rauchschaden im Hintergrund. “Wenn das 100 Meter näher gewesen wäre, hätte ich womöglich keine Mutter und Schwester mehr.” Das Foto habe sie um 8 Uhr am Morgen erhalten, nur drei Stunden später musste sie spielen. Entsprechend schwierig sei das gewesen. “Aber ich bin stolz auf mich, wie ich alles gemeistert habe.”
Auch Tennislegende Chris Evert zeigte sich beeindruckt von Kostyuks Auftritt. “Sie ist so unfassbar stark. Nicht viele könnten nach solch einer Nachricht ein Match spielen”, schrieb sie auf X.
Kostyuk hatte zuletzt das WTA-1000er-Turnier in Rom gewonnen und damit ihren größten Titel gefeiert. In Roland-Garros trifft die Weltranglisten-15. nun auf Katie Volynets.
