tennisnet.com ATP › Grand Slam › French Open

French Open: Novak Djokovic und die Route voller Stolperfallen

Novak Djokovic hat bei den French Open einen unangenehmen Weg vor sich. Nach einer bislang verkorksten Sandplatzsaison erwischte der 38-Jährige in Paris eine Auslosung, die ihm schon früh einiges abverlangen könnte.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 21.05.2026, 21:14 Uhr

Novak Djokovic kommt mit wenig Selbstvertrauen nach Paris
© Getty Images
Novak Djokovic kommt mit wenig Selbstvertrauen nach Paris

Über mangelndes Losglück in den ersten Runden konnte sich Novak Djokovic auf Grand-Slam-Ebene zuletzt nicht unbedingt beschweren. Bei den French Open in Paris hat der 24-fache Major-Champion nun aber eine äußerst unglückliche Auslosung erwischt - was mit Blick auf seine mangelnde Spielpraxis doppelt bitter ist.

Djokovic, der nur ein einziges Vorbereitungsmatch auf Sand absolvierte, eröffnet in Frankreichs Hauptstadt gegen Giovanni Mpetshi Perricard. Der aufschlagstarke Franzose gilt gemeinhin als unangenehmer Gegner, dürfte auf Asche für Djokovic aber eigentlich nicht zum Stolperstein werden. Auch die Zweitrundenaufgabe liest sich mit Valentin Royer oder einem Qualifikanten noch vergleichsweise einfach.

Ab Runde drei wird's knackig

Spätestens ab Runde drei dürfte Djokovic in Paris dann aber voll gefordert sein. Neben einem Duell mit dem brasilianischen Youngster Joao Fonseca könnte dort auch ein Wiedersehen mit Prizmic warten. Der Kroate hatte den Vorbereitungsplänen seines Idols vor wenigen Wochen in Rom einen großen Strich durch die Rechnung gemacht.

Im Achtelfinale droht Djokovic ein Duell mit dem zweifachen Paris-Finalisten Casper Ruud, der in Rom das Finale erreichte und derzeit in Genf seine Topform unter Beweis stellt. Möglich ist auch ein Duell mit Tommy Paul, ehe im Viertelfinale laut Papier Alex de Minaur oder Andrey Rublev warten würde.

Djokovic im Halbfinale gegen Zverev?

In Normalform würde diese Auslosung Djokovic wohl nur bedingt Schrecken einjagen, doch seit einigen Jahren ist beim serbischen Altmeister alles ein wenig anders. Zuletzt hatte der langjährige Weltranglistenerste in Rom selbst von einer “Art neuen Realität” gesprochen, mit der er sich abfinden müsse.

Djokovic spielte damit auch auf die körperlichen Probleme an, die ihn auf Grand-Slam-Ebene zuletzt immer wieder stoppten. Angesichts dessen wäre es für den dreifachen French-Open-Champion von elementarer Bedeutung, in den frühen Runden Kräfte zu sparen. Zumal im Halbfinale ein Duell mit Alexander Zverev droht.

Das Einzel-Tableau der Männer

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak

von Nikolaus Fink

Freitag
22.05.2026, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.05.2026, 21:14 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak