Roger Federer mühelos weiter – Auftaktsieg in nur 84 Minuten
Roger Federer machte bei den French Open in Paris in der ersten Runde mit Lukas Lacko kurzen Prozess.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
25.05.2014, 14:21 Uhr

Seit 2005 war er in Roland Garros stets zumindest im Viertelfinale gestanden. Am ersten Tag der French Open 2014 in Paris hat Roger Federer nun mal wieder einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Der an vier gesetzte Schweizer fertigte in der ersten Runde den Slowaken Lukas Lacko in bloß 84 Minuten mit 6:2, 6:4, 6:2 ab. Auch in der Runde der letzten 64 sollte der „Maestro" noch nicht allzu sehr gefordert sein, der 32-Jährige wird auf den Gewinner des Qualifikanten-Vergleichs zwischen dem PortugiesenGastao Eliasund dem ArgentinierDiego Sebastian Schwartzmantreffen.
Eklatanter Klassenunterschied
Mit Lacko stand Federer ein Spieler mit durchaus feiner Technik und viel Gefühl gegenüber, jedoch einer, der die Sandplätze dieser Welt, so gut es geht, zu meiden versucht und sich auf Hartplatz am wohlsten fühlt. Für den 26-Jährigen war es der erste Turnierstart auf Asche seit den French Open 2013, sein letzter Sieg auf diesem Untergrund ist sogar über drei Jahre her (Viertelfinal-Einzug beim Prag-Challenger im Mai 2011). Gegen Federer konnte Lacko bloß seine ersten zwei Aufschlagspiele bis zu einer 2:1-Führung halten, danach machte sich schon der Klassenunterschied eklatant bemerkbar.
Grand-Slam-Premiere vor 15 Jahren
Federer verlor im ersten Satz kein Game mehr und schaffte dann auch im zweiten Durchgang ein schnelles Break zum 2:1. Ein Doppelbreak wollte ihm zwar trotz Chancen in den nächsten drei Returnspielen nicht und nicht gelingen, doch er servierte locker aus. Im dritten Abschnitt nahm er Lacko nach Spielball gleich wieder das Service ab und legte ein Break zum 4:1 drauf. Auch durch einen vergebenen Matchball bei 5:1 ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Exakt 15 Jahre, nachdem er seine erste Grand-Slam-Hauptfeld-Partie in Paris gegen Pat Rafter einst verloren hatte, ging er an diesem 25. Mai diesmal als klarer Sieger vom Platz.
„Glücklich, dass meine ganze Familie da ist"
Besonders imposant war die Souveränität, mit der Federer seine Aufschlagspiele abspulte. Im gesamten Match kam Lacko als Rückschläger gerade mal auf neun Punktgewinne und konnte sich nicht eine einzige Breakmöglichkeit erspielen. „Es war für mich wichtig, zu attackieren und aggressiv zu bleiben. Ich habe meine Servicegames gut im Griff gehabt", zeigte sich der „Maestro" zufriedener, als er auf dem Platz gewirkt hatte. Immer wieder ärgerte er sich über vermeidbare Fehler und wirkte etwas irritiert. Nach dem Spiel versicherte er aber: „Alles ist großartig. Ich bin glücklich, dass meine ganze Familie da ist."
Wawrinka: „Spaß beim Spiel des Bosses"
Zufrieden mit diesem ersten Auftritt hier hatte sich laut Federer übrigens auch Coach und Ex-Tennislegende Stefan Edberg gezeigt - und auchStanislas Wawrinka. DerAustralian-Open-Championließ es sich nicht nehmen, seinem Freund und Landsmann auf dem Court Philippe Chatrier ein wenig auf die Beine zu schauen. „Ich habe Spaß beim Spiel des Bosses", schrieb „Stan, the Man" auf seiner offiziellen Twitter-Seite und postete zudem ein Selfie-Foto dazu (siehe unten).
(Text: MaWa)
Hier die Ergebnisse von den French Open in Paris:Einzel,Einzel-Qualifikation.
