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French Open: "Wo ist das Geld von Amazon?" - Daniil Medvedev sorgt für denkwürdige Pressekonferenz

Daniil Medvedev musste sich Stefanos Tsitsipas im Viertelfinale der French Open in einem hochklassigen Match geschlagen geben - doch auch nach der Partie sorgte der Weltranglistenzweite noch für das eine oder andere Highlight.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 10.06.2021, 14:44 Uhr

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Daniil Medvedev bei den French Open in Paris
© Getty Images
Daniil Medvedev sorgte für eine denkwürdige Pressekonferenz

Die Night Sessions der diesjährigen French Open erfreuten sich - um es vorsichtig zu formulieren - nur mäßiger Beliebtheit. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in Frankreich mussten die Fans bis einschließlich 8. Juni dem letzten Match des Tages auf dem Court Philippe-Chatrier fernbleiben, was unter anderem dazu führte, dass Rafael Nadal und Serena Williams nach ihren nächtlichen Auftritten Turnierdirektor Guy Forget dringend ans Herz legten, künftig nur mehr am Tag angesetzt zu werden. 

Während der 56-Jährige dieser Bitte der zwei Superstars nachkam, hatte Daniil Medvedev bei der Erstellung des Spielplans wohl ein weniger kräftiges Wörtchen mitzureden als seine beiden Kollegen. Denn seine Viertelfinalpartie gegen Stefanos Tsitsipas wurde entgegen des Wunsches des Russen in die Night Session gelegt.

Medvedev mit Ansetzung unzufrieden

Und so also sprach der Weltranglistenzweite nach seiner Dreisatzniederlage nicht nur über seine unerwartet starken Leistungen in Paris, sondern auch über die aus seiner Sicht äußerst fragwürdige Ansetzung: "Unsere Partie war definitiv das 'Match of the Day'. Also hat Roland Garros Amazon den Leuten vorgezogen. So einfach ist es."

Doch was meinte der amtierende ATP-Finals-Champion damit? Erstmals in der Geschichte des Turniers hatte Amazon sich die exklusiven Rechte für die zehn Night-Session-Begegnungen gesichert und dabei jeweils das Match des Tages übertragen - an diesem Dienstag eben Medvedev gegen Tsitsipas. 

Grundsätzlich sei es ja gut, Sponsoren und dergleichen zu haben, allerdings hätten die Spieler in diesem Jahr davon nicht profitiert, so Medvedev: "In diesem Jahr haben wir mehr Leute in Roland Garros, wir haben Amazon - ich weiß nicht, ob das im vergangenen Jahr schon so war - und wir bekommen 15 Prozent weniger Preisgeld. Die Frage ist: Wo ist das Geld von Amazon?".

Medvedev scheitert mit Aufschlag von unten

Auch zuvor auf dem Platz hatte der 25-Jährige ein ums andere Mal für Aufsehen gesorgt: Spektakuläre Schläge, Diskussionen mit dem Schiedsrichter und zu guter Letzt ein Service von unten bei Matchball gegen sich, das Tsitsipas locker erreichte und am Russen vorbeispielte - langweilig wurde es den Fans vor den Fernsehgeräten wahrlich nicht.

Angesprochen auf den letzten Aufschlag meinte Medvedev: "Ich habe während des gesamten Matches darüber nachgedacht, dass ich ihn bei einem wichtigen Punkt spielen könnte. Er war meiner Meinung nach nämlich sehr weit hinten, deswegen kann das immer funktionieren. (...) Aber es hat dann überhaupt nicht geklappt."

Geklappt, das hat es für Medvedev auch mit dem Turniersieg nicht - daher verlässt der Weltranglistenzweite die französische Hauptstadt mit gemischten Gefühlen: "Jedes Mal, wenn ich ein Turnier nicht gewinne, verlasse ich es irgendwie enttäuscht. (...) Wenn Sie mir aber vorher gesagt hätten, dass ich im Viertelfinale gegen Tsitsipas in einem harten Match verliere, hätte ich unterschrieben."

Hier das Einzel-Tableau in Roland Garros

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