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French Open: Wundertüte Alexander Zverev und Angelique Kerber gegen die Serie

Alexander Zverevs Formkurve zeigte zuletzt leicht nach oben, doch er geht nur als Außenseiter ins Titelrennen der French Open. Angelique Kerber sammelte frisches Selbstvertrauen.

von SID
zuletzt bearbeitet: 19.05.2022, 16:12 Uhr

© Getty Images
Angelique Kerber und Alexander Zverev starten mit völlig anderen Vorzeichen in die French Open 2022

Alexander Zverev startete mit größtem Arbeitseifer in die Mission "Überraschung" in Paris. Gleich zweieinhalb Stunden blockte sich der deutsche Topspieler den Court Simonne-Mathieu für eine erste XXL-Einheit zur finalen Vorbereitung auf die French Open. Zuletzt hatte Zverev viel Bedarf zum Feintuning offenbart, vor dem ersten Aufschlag beim Sandplatzklassiker gleicht er einer Wundertüte.

Dem Olympiasieger fehlen in dieser Saison trotz großer Erwartungen die Ergebnisse. Der 25-Jährige sammelte noch keine Trophäe ein und zeigte viel zu selten sein bestes Tennis, um als einer der Favoriten in das am Sonntag startende Turnier zu gehen.

Druck diesmal nicht auf Seiten Zverevs

"Ich stehe, wo ich stehe", sagte Zverev zuletzt am Rande des Masters in Madrid. Wirklich glücklich sei er mit seinem Status nicht, doch es gelte, damit umzugehen. In der spanischen Hauptstadt erreichte er das Finale und verlor dann klar gegen Shootingstar Carlos Alcaraz, der neben Titelverteidiger und Rom-Champion Novak Djokovic sowie natürlich Turnier-Rekordsieger Rafael Nadal (13 Titel) bei dem wichtigsten Sandplatz-Event zu den Favoriten gehört.

Womöglich könnte aber gerade die Rolle als lauernder Außenseiter Zverev eine Chance bieten. Den Druck, mit dem die deutsche Nummer eins bei den Australian Open nicht klargekommen war, haben andere. Zverev, 2021 im Halbfinale, kann relativ frei aufspielen.

Kerber und Petkovic nur mit absoluten Außenseiterchancen

Das gilt genauso für Angelique Kerber, für die Paris in den vergangenen Jahren ein schlechtes Pflaster war. 2018 überstand die dreimalige Grand-Slam-Siegerin zuletzt die erste Runde - dann ging es aber auch weiter bis ins Viertelfinale. Immerhin sammelte die einstige Weltranglistenerste in dieser Woche noch Spielpraxis in Straßburg.

Dennoch wären mehrere Siege in Roland Garros eine große Überraschung, auch Kerber strauchelt bislang in diesem Jahr und sehnt sich schon nach ihrem Topbelag Rasen. Leichte Hoffnungen ruhen zudem auf Andrea Petkovic, wie Kerber 34 Jahre alt. Die Darmstädterin mag das Spiel auf Sand, stand einst im Halbfinale von Paris. Doch das war vor acht Jahren, zuletzt scheiterte die Weltranglisten-63. in der Qualifikation von Rom. Und echte Nachfolgerinnen für die beiden Routiniers haben sich bislang noch nicht herauskristallisiert.

"Wir steuern auf eine Lücke zu, das ist richtig", sagte Präsident Dietloff von Arnim in der Beurteilung des Status Quo bei den deutschen Frauen der Süddeutschen Zeitung: "Aber ich würde die Situation nicht als so schlimm beurteilen, wie sie manchmal dargestellt wird."

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von SID

Donnerstag
19.05.2022, 15:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.05.2022, 16:12 Uhr

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