Fünf Fragen an das Tennisjahr 2021

Eines scheint sicher: Die Corona-Pandemie wird die Welt noch länger quälen. Im Tennissport gibt es dennoch auch dringende Fragen zu klären. Mindestens fünf, wie wir finden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 31.12.2020, 19:03 Uhr

Wie viele Fans werden 2021 in Roland Garros jubeln?
© Getty Images
Wie viele Fans werden 2021 in Roland Garros jubeln?

Guten Morgen, 2021! Bevor wir es uns allzu gemütlich machen, hätten wir für die kommenden 365 Tage schnell noch ein paar Fragen. Tennisspezifische, versteht sich.

Frage 1: Wie wird es bei den Majors in Sachen Zuschauer aussehen?

Der Jahresanfang 2020 ließ noch nichts von dem vermuten, was den Rest der Saison auf die Tennisszene zukam: Sofia Kenin besiegte im Endspiel der Australian Open Garbine Muguruza ebenso vor vollen Rängen wie Novak Djokovic dies gegen Dominic Thiem gelang. Und in der nun anstehenden Saison? In Melbourne will man vor stark reduzierter Kulisse spielen, gerüchteweise plant man in Paris erneut mit dem Verzicht auf die Fans. Wimbledon hat zwar keine Pandemie-Versicherung wie 2020, Zuschauer an der Church Road sind aber ebenfalls eher unwahrscheinlich. Bleiben die US Open als letzter, kleiner Hoffnungsschimmer, auch und vor allem wegen des späten Termins. Geht da was, 2021?

Frage 2: Gibt es den krönenden Abschluss für Roger Federer und/oder Serena Williams?

Die erste Chance auf einen glorreichen Ritt in den Sonnenuntergang lässt Federer in Melbourne schon mal aus. Serena dagegen bereitet sich bei Patrick Mouratoglou vor. Roland Garros liegt beiden Legenden nicht ganz so gut, bliebe also Wimbledon als beste Option für eine sportlich vernünftige Rückkehr von Roger Federer. Und den 24. Grand-Slam-Titel für Serena Williams. Sind wir da zu optimistisch, 2021?

Frage 3: Was sind die Corona-Regeln in diesem Jahr wert?

Dass die Pandemie so schnell nicht verschwinden wird, ist wohl allen klar. Weshalb die ATP und die WTA sowie die Grand-Slam-Turniere aus gutem Grund Verhaltensregeln für die teilnehmenden Athleten und Betreuer formuliert haben. Erstaunlicherweise fielen die Sanktionen in der abgelaufenen Saison sehr unterschiedlich aus: Fernando Verdasco wurde die Teilnahme an den French Open trotz zweier negativer Nachtests nicht gewährt, während Sam Querreys spektakuläre Flucht aus St. Petersburg mit einer spektakulär lächerlichen Strafe belegt wurde. Könnten wir in dieser Hinsicht ein wenig mehr Stringenz bekommen?

Frage 4: Wird mit der Tradition des Tennissports gebrochen?

Die Stimmen mehren sich, bei den vier größten Turnieren bei den Männern früher oder später auf den Best-of-Three umzuschwenken. Können wir uns darauf verlassen, dass diese Bestrebungen auch weiterhin von Spielern wie Rafael Nadal, Roger Federer, Dominic Thiem oder Alexander Zverev aufgehalten werden?

Frage 5: Wird es die zweite Auflage des Davis-Cup-Finalturniers in Madrid überhaupt geben?

Eigentlich hätte selbst im Jahr 2020 das Endturnier des Davis Cups in der Caja Magical von Madrid ausgetragen werden können. Der späte Termin hätte den Veranstaltern genügend Zeit gegeben, ähnliche Vorkehrungen wie etwa die Grand-Slam-Events zu treffen. Alleine: Die Absage der Kosmos Gruppe um Gerard Piqué und der ITF kam überraschend früh. Aus Mangel an Sponsoreninteresse, heißt es. Wird sich der Weltverband vielleicht doch noch mit der ATP zusammenraufen, um einen gemeinsamen Team-Wettbewerb zu veranstalten?  

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01.01.2021, 08:10 Uhr
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