Gabriela Sabatini - „Wir Argentinier sind bekannt dafür, laut zu sein“

Vor ein paar Tagen hat Gabriela Sabatini ihren 50. Geburtstag gefeiert. In einem Interview mit der Website der WTA blickte die Argentinierin zurück auf ihre Karriere.

 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 18.05.2020, 10:11 Uhr

Auf ihre Fans kann sich Gabriela Sabatini immer noch verlassen
© GEPA Pictures
Auf ihre Fans kann sich Gabriela Sabatini immer noch verlassen

Gabriela Sabatini mag bei den meisten sportlichen Auseinandersetzungen mit Steffi Graf den Kürzeren gezogen haben. In puncto weltweite Popularität konnte es Sabatini mit der Deutschen aber immer aufnehmen. Wie auch ein virtuelles US-Open-Turnier Mitte April gezeigt hat: Dort durften die Fans in direkten Duellen ehemaliger Siegerinnen in Flushing Meadows abstimmen. Und Sabatini trug den Sieg davon, knapp 30 Jahre nach ihrem größten Karrieretriumph.

In einem Interview mit der WTA-Website zeigte sich Sabatini über diesen Erfolg natürlich sehr erfreut. Nahm aber auch zu vielen Themen Stellung, die sie über ihre Karriere verfolgt haben.

Gabriela Sabatini über …

… die weltweite Unterstützung durch argentinische Fans:

Wenn man diese Hilfe bekommt, hilft das bei der Motivation natürlich ein wenig. Aber, wir sind bekannt dafür, laut zu sein, etwa im Davis Cup. Andere Spieler wollten in Argentinien spielen, weil sie etwas anderes sehen wollten. Es war mehr wie beim Fußball als bei einem Tennismatch. Es ist manchmal schwierig zu erklären. Unsere Spieler sind sehr charismatisch. Man kann es fühlen, aber nicht erklären.

… ihre erste Auslandsreise in Sachen Tennis …

Ich glaube, meinen ersten großer Trip habe ich gemacht, da war ich 13 Jahre alt. Zu jener Zeit bin ich mit Mercedes Paz gereist, die vier Jahre älter als ich war. Wir hatten, denselben Coach, der die Tour auch für uns geplant hat. Ich erinnere mich gut, denn wir waren einen Monat lang komplett alleine. Wir waren für eine Woche in Südafrika und sind dann nach Europa weitergezogen, sind dort auch wieder einen Monat geblieben, bis dann unser Coach gekommen ist.

Es waren also nur wir beide. Wir hatten viele Schwierigkeiten. Wir sind mit dem Zug gefahren, haben unsere Anschlüsse versäumt. Wir hatten diese riesigen Taschen, ich hatte eine Ohrinfektion, Mercedes hat all ihr Geld verloren. Außerhalb des Tennisplatzes ist es uns richtig schlecht gegangen, aber auf dem Court war ich glücklich. Ich konnte alles rundherum vergessen.

… über ihre ersten Treffen mit den Legenden Chris Evert und Martina Navratilova …

Das war natürlich eine große Sache. Weil als ich klein war, war alles, was ich über Tennis hörte, diese beiden Namen: Chris Evert, Martina Navratilova. Als ich gegen sie spielen durfte, war das wie ein Traum. Ich konnte es nicht glauben, dass ich mit ihnen auf dem Platz gestanden bin. Sie haben Tennisgeschichte verkörpert, und plötzlich stehe ich vor ihnen. Ich habe versucht, nicht daran zu denken und mich nur auf Das Match zu konzentrieren.

Das ganze Interview mit Gabriela Sabatini gibt es hier.
 

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18.05.2020, 15:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.05.2020, 10:11 Uhr