Generali Open 2022: Deutsches Derby mit Nebeneffekten

Beim heutigen Doppel-Halbfinale bei den Generali Open 2022 von Kevin Krawietz und Andreas Mies gegen Tim Pütz und Michael Venus steht womöglich mehr auf dem Spiel als nur die Chance auf den Titel in Kitzbühel.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 29.07.2022, 07:44 Uhr

Immerhin: Michael Venus hat im Davis Cup schon mal verloren
© GEPA Pictures
Immerhin: Michael Venus hat im Davis Cup schon mal verloren

Gut möglich, dass sich der deutsche Davis-Cup-Chef Michael Kohlmann am heutigen Freitag ins Auto setzt und die paar Kilometer aus München Richtung Kitzbühel in Angriff nimmt. Anlässe hätte Kohlmann dafür gleich zwei: Zum einen natürlich Yannick Hanfmann, der nach seinem so überraschenden wie aber auch verdienten Sieg gegen Dominic Thiem in der Vorschlussrunde steht. Und noch auf seinen Gegner wartet: Die Partie zwischen Filip Misolic und Dusan Lajovic wurde am Donnerstagabend nicht mehr angepfiffen, zu unstet hatte sich das Wetter in Kitzbühel entwickelt.

Mindestens ebenso viel Augenmerk wird man im deutschen Tennis aber auch auf das Halbfinale im Doppel zwischen Kevin Krawietz und Andreas Mies gegen Tim Pütz und Michael Venus auf der anderen Seite legen. Denn da treffen sich drei Anwärter für wohl nur zwei offene Plätze im deutschen Davis-Cup-Team für die Zwischenrunde in Hamburg im September.

Pütz/Venus schlagen "KraMIes" in Halle

Kohlmann hat da sprichwörtlich die Qual der Wahl: Tim Pütz etwa ist neun Mal für Deutschland im Doppel an den Start gegangen. Und hat alle neun Partien gewonnen. Die letzten fünf übrigens an der Seite von Kevin Krawietz. Der wiederum hat eine Bilanz von 8:0. Die fehlenden drei Matchsiege hat Krawietz gemeinsam mit Andreas Mies eingefahren.

Mit anderen Worten: Im ersten Doppel-Halbfinale der Generali Open 2022 werden auf dem Court drei Männer zu sehen sein, die noch nie ein Partie im Davis Cup verloren haben. Für etwa Erdung sorgt Michael Venus, der von zwölf Doppel-Matches für Australien „nur“ sieben gewinnen konnte.

Nominiert wird zur Zeit des Turniers in Cincinnati, mindestens eine Bewährungsprobe bekommen alle Kandidaten also noch. Aber ein kleines Statement in Kitzbühel würde nicht schaden. Das Match-Up wie am heutigen Freitag gab es in diesem Jahr übrigens schon einmal: Im Halbfinale von HalleWestfalen setzten sich Pütz/Venus mit 7:5 und 7:5 durch.

Hier das Doppel-Tableau in Kitzbühel

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zuletzt bearbeitet: 29.07.2022, 07:44 Uhr