Generali Open: Neue Bälle als große Unbekannte

Bei den fünf ATP-Sandplatz-Turnieren nach Wimbledon wird eine neuer Ball eingesetzt. Der die Spieler vor neue Herausforderungen stellt. 

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 19.07.2026, 19:36 Uhr

Kann Jan-Lennard Struff von den neuen Bällen in Kitzbühel profitieren?
© GEPA Pictures
Kann Jan-Lennard Struff von den neuen Bällen in Kitzbühel profitieren?

Die beiden Wochen nach Wimbledon bringen auch 2026 Weltklasse-Tennis auf Sandplätzen. Die Events in Gstaad, Umag und Bastad sind gerade abgefertigt, jetzt wird in Kitzbühel und Estoril aufgeschlagen. Und so unterschiedlich die Bedingungen auf Meereshöhe in Kroatien, Schweden und Portugal zu jenen in der Höhe von Gstaad und Kitzbühel sind - eines haben diese fünf Turniere außer dem Untergrund, auf dem gespielt wird, gemeinsam: die Bälle.  

Und die haben es in sich. 

Denn die Kugeln aus dem Hause Kuikma sollen sich nicht so schnell abnutzen wie etwa jene bei den French Open. Und darüber hinaus aber auch sehr, sehr hurtig in Sachen Flugeigenschaften sein. Und das spielt vor allem in Kitzbühel und Gstaad eine große Rolle.  

Alexander Bublik musste diese Erfahrung vergangene Woche in der Schweiz ja schon machen; Zwar gilt Bubkik als ein Spieler, der es gerne rasch mag. Aber das gilt in selbem Maße auch für Quentin Halys, der sich im Tiebreak des dritten Satzes gegen den kasachischen Titelverteidiger durchsetzen konnte. Beide Spieler sind auch bei den Generali Open am Start, ein Wiedersehen wäre allerdings erst im Endspiel möglich. 

Ein Ball wie gemacht für Jan-Lennard Struff? 

Wem könnten die deutlich flotteren Bälle noch entgegenkommen? Da fällt einem natürlich auch Jan-Lennard Struff ein, der ja vor wenigen Tagen das Viertelfinale in Wimbledon erreicht hat. Wenn Struff es in Kitzbühel ähnlich offensiv anlegt, dann könnte tatsächlich der zweite Turniersieg nach München 2024 winken. 

Genau diesen Gedanken hat übrigens auch Tennislegende Jürgen Melzer, der in Kitzbühel Lukas Neumayer betreut. Und natürlich in seiner Eigenschaft als ÖTV-Sportdirektor in die Gamsstadt gekommen ist. Melzer ist vom neuen Spielball begeistert. Weil dieser die Spieler vor größere Herausforderungen stelle. 

Man darf gespannt sein, wer mit diesen am besten zurechtkommt. 

Hier das Einzel-Tableau in Kitzbühel


 

von Jens Huiber

Montag
20.07.2026, 09:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.07.2026, 19:36 Uhr