Generali Open: Tsitsipas lässt die Gstaad-Kitz-Serie reißen
2024 und 2025 hat der Gstaad-Champion auch in Kitzbühel triumphiert. Das wird bei der heute startenden Ausgabe nicht der Fall sein.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
19.07.2026, 21:23 Uhr
Bis zum gestrigen frühen Nachmittag hätte es sehr gute Gründe gegeben, auf Raphael Collignon als Champion der Generali Open 2026 zu setzen. Warum? Weil Collignon da noch nicht sein Finale in Gstaad gegen Stefanos Tsitsipas verloren hatte. Und weil die beiden Gstaad-Champions davor danach jeweils auch in Kitzbühel reüssiert hatten: 2024 Matteo Berrettini, im vergangenen Jahr Alexander Bublik.
Diese Serie hat Stefanos Tsitsipas am Sonntag durchbrochen. Der Grieche wird nicht am Fuße des Kitzbüheler Horns aufschlagen - es soll zwar Gespräche über ein Antreten gegeben haben, aber ein Mann mit der Historie von Tsitsipas kommt offenbar nur, wenn die Veranstalter noch Zweieurofünfzig als Startgeld über den Tisch schieben. Selbst wenn die Weltrangliste einen Platz von 85 signalisiert.
Geheimtipp? Ein Ex-Champion!
Andererseits bleibt es Raphael Collignon natürlich unbenommen, in Kitzbühel dennoch zuzuschlagen. Die Auftakthürde fällt mit Daniel Altmaier aber alles andere als trivial aus.
Insgesamt lässt sich wohl sagen: Es ist alles offen in Kitzbühel 2026. Und eine große Rolle wird wohl wieder das Wetter spielen. Denn schon beim Wettbewerb der Frauen hat man gesehen, wie unterschiedlich sich die Plätze beim Kitzbüheler Tennis Club bei hochsommerlichen und dann wieder regnerischen Bedingungen spielen.
Ein Außenseiter-Tipp gefällig? Wie wäre es mit einem ehemaligen Champion: Denn Minor Kecmanovic hat in Wimbledon gegen Jannik Sinner eine sehr gute Figur abgegeben. Und hat scheinbar seine innere Mitte gefunden: Am Sonntag nahm sich Kecmanovic seinen Mittagsschlaf auf einer Couch mitten in der Players Lounge. Und ließ sich vom Trubel um ihn herum nicht aus der Ruhe bringen.
Hier das Einzel-Tableau in Kitzbühel
