Generali Race to Kitzbühel: Alex Kastler - Alles überstrahlender Star der Schattendorf-Premiere
Der Tennisclub in Schattendorf, einer rund zweieinhalbtausend Einwohner zählenden Gemeinde im Nordburgenland, hat am vergangenen Wochenende erstmals im Generali Race to Kitzbühel-Kosmos "aufgeschlagen", und das gleich mit richtig großem Erfolg.
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
13.05.2026, 09:37 Uhr

Anders ausgedrückt, die Schattendorfer haben ihre Hausaufgaben beim Debüt auf der österreichweiten Generali Race Bühne toll gemacht, und die Herausforderung, ein Quali-Turnier im Rahmen des größten Breitensport-Events Europas zu organisieren - mit Bravour gemeistert. Ein ganzer Tennisclub hat am zurückliegenden zweiten Mai-Wochenende zusammengeholfen, und das zweite Vorrunden-Turnier der Generali Race to Kitzbühel Ost Region zu einem vollen Erfolg geführt. Mehr noch, es war ein echtes Tennisfest bei strahlendem Sonnenschein, das der dortige Tennisclub gemeinsam mit fast 60 Teilnehmern aus fünf verschiedenen Bundesländern feierte.
TC Schattendorf - ein ganzer Verein im Tennisfieber
Wer einen Ausflug ins Burgenland nahe an die ungarische Grenze plant, und zufällig sein Tennis-Equipment im Kofferraum mit sich führt, für den ist der TC Schattendorf in der Pfarrgasse Nr. 4 ein echter Geheimtipp. Sechs bestens präparierte Courts mit feiner roter Asche, dazu eine Infrastruktur mit neu renoviertem Clubhaus, das übrigens am 4. Juni feierlich eröfffnet wird, und einer Terrasse, die dem interessierten Zuschauer besten Blick auf die Show-Courts gewährt. Auch kulinarisch blieben drei Tage lange keine Wünsche offen. Ein höchst bemühtes Gastro-Team sorgte für das leibliche Wohl der Hobby-Tennis-Spieler, wie man überhaupt das riesige Engagement eines ganzen Clubs bis hinein in die Vereinsspitze spürte. Man demonstrierte eindrucksvoll gelebte Vereinszusammengehörigkeit und ein Bekenntnis zu einer womöglich längeren Zusammenarbeit mit dem Generali Race to Kitzbühel.

Wiener Hobbyspieler als Party-Crasher, und Alexander Kastler als ungekrönter Tenniskönig von Schattendorf
Was uns zum sportlichen Rückblick auf die Schattendorfer Generali-Race to Kitzbühel Premiere bringt. Zur Krönung der pannonischen Tennis-Party fehlte am Ende eigentlich nur ein Heimsieg. Vier burgenländische Finalteilnahmen insgesamt, zwei sogar für die Lokalhelden aus Schattendorf, sportlich hätten sich die Gastgeber vielleicht doch die ein oder andere Goldmedaille erhofft. Doch speziell die angereisten Bundeshauptstädter avancierten am sonnig warmen Finalltag mit gleich fünf entführten Titeln zu echten Party-Crashern. Der Mann der dabei alles überstrahlte, und sich am Ende zum Tenniskönig von Schattendorf kürte, heißt Alexander Kastler. Ob der aufstrebende Influencer-Star am vergangenen Wochenende mehr Tennismatches absolvierte, oder mehr Videos für Social Media produzierte, bleibt offen.
In jedem Fall aber kämpfte sich der 22jährige in sechs Matches durch zwei Kategorien, und am Ende zu den ersten beiden Turniersiegen seiner Karriere. Ein körperlicher Gewalt-Akt, am Ende honoriert mit einem Pokal und noch viel wichtiger mit 10 Punkten im Race, womit Kastler eigentlich schon die Zimmersuche in der Gamsstadt für den 23. Juli 2026 starten kann. Zur Überraschung des ITN 4,0-Bewerbs avancierte übrigens Adrian Sengstbratl vom TC Siegendorf, der sich in zwei siegreichen Match-Tiebreaks und einem halbfinalen 6:4, 7:6 über Burgenlands Youngster Rafael Kaiser am Ende über den Finaleinzug und 8 Race-Punkte freute.

Constantin Messinger mit seinem achten Generali-Race-Karriere-Titel nur mehr einen Sieg hinter Rekord-Champion Ali Sharif
Auf Rekordkurs in Sachen Generali-Race-Quali-Titel befindet sich aktuell Union TC Wien-Ass Constantin Messinger. Der 21ährige, im Schattendorfer 6er-Bewerb an Nummer 4 gesetzt gewesen, dominierte den Draw nach Belieben, und feierte ohne Satzverlust und nur 11 verlustig geratenen Games seinen bereits achten Karriere-Titel auf Generali Race Ebene. Damit fehlt dem jungen Wiener nur mehr ein Sieg auf den afrikanischen Rekord-Champion Ali Sharif, der diesmal in Schattendorf der große Abwesende der Generali Race Helden war. Seine Anwartschaft auf ein Ticket im Kitzbüheler Finalturnier um die stattliche Summe von 10.000,-- Euro, hat am Wochenende auch Routinier Rudi Lindenhofer angemeldet.
Der 45ährige vom Colony Club in Wien-Hütteldorf, blieb im Endspiel gegen Paul Panzenböck aus Neudörfl mit 6:4, 7:6 siegreich, womit gleich 10 Quali-Punkte auf das Race-Konto des Wieners wanderten. Nachreichen dürfen wir auch noch die Gewinner des 5er und des 8er-Bewerbs mit David Stögerer aus Gloggnitz und Ronny Alishaev aus Wien. Bleibt noch ein Schluss-Fazit von Turnierleiter Thomas Janzso: "Wir haben auf einer tollen Anlage gespielt, hatten fast durchwegs schönes Wetter, und viele Matches auf hohem Niveau erlebt. Ich glaube, alle Beteiligten können ein sehr zufriedenes Resümee ziehen".

