Generali Race to Kitzbühel: Salzburgs Hobbytennisspieler plötzlich im Fokus
Zum fünften Mal seit der Premiere im Jahr 2022, war der Tennisclub der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee im Salzburger Flachgau, Austragungsort eines der zwölf österreichweiten Qualifikationsturniere im Rahmen des Generali Race to Kitzbühel 2026.
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
05.05.2026, 12:53 Uhr

Bei sonnigen und warmen 25 Grad, gab es am ersten Mai-Wochenende wohl nicht viele schönere und angenehmere Orte um Tennis zu spielen, als jenen in der Ostbucht des Wallersees. Und es gab - bei zwei nach Tirol und Niederösterreich entführten Titeln auch drei Heimsiege der Salzburger Hobbytennis-Asse zu bejubeln.
Salzburger Hobbytennis gewaltig im Aufwind
Spätestens seit dem letzten Sommer genießen die Salzburger Hobbytennisspieler ja jene Aufmerksamkeit, die ihnen über Jahre hinweg verwehrt blieb. Mit dem Titelgewinn des jungen Saalfeldners Raphael Dutzler und der Endspielteilnahme des Tamswegers Toni Klein beim 10.000 Euro Final-Showdown im Kitzbühler Tennisstadion haben die Salzburger Hobbytennis-Helden die Statistenrolle abgelegt, und ihr Mauerblümchen-Dasein in der von Tirolern und Oberösterreichern dominierten Generali Race-Geschichte bei Seite geschoben.
Kein Wunder daher auch, dass alle Augen am vergangenen Mai-Weekend auf Vorjahressieger und Titelverteidiger Raphael Dutzler gerichtet waren. Diesmal im ITN 7er-Bewerb am Start, reichte es für den 14jährigen zwar nicht zum Sieg, mit den ersten 8 Punkten für das Race, hat der Teenie vom ESV ASKÖ Saalfelden aber gleich zum Auftakt der neuen Generali Race Saison einen riesigen Schritt in Richtung erneuter Teilnahme am Finalturnier in Kitzbühel gesetzt.

Vorjahressieger Raphael Dutzler ist ein neuer Konkurrent erwachsen
Derweil ist dem 2025er-Champion aus Salzburg am vergangenen Wochenende ein neuer Konkurrent erwachsen. Einer, der sein ganz großes persönliiches Ziel vor Augen hat, und dieses gleich zum Auftakt der Region West ins Visier nahm. Die Rede ist vom 15jährigen Nico Maier vom TC Kitzbühel, der vom sportlichen Ausflug ins Salzburger Land mit gleich 10 Race-Punkten in die Gamsstadt heimkehrte, und fortan vom "Finale dahoam" träumen darf. Als Mitglied des TC Kitzbühel, den finalen Kampf um 10.000 Euro am clubeigenen Centercourt zu bestreiten, wird fortan die sportliche Priorität des jungen 15jährigen sein.
Am Wallersee präsentierte sich der Tiroler Teenager jedenfalls von seiner besten Seite, zog ohne Satzverlust ins Endspiel ein, wo er sich mit einem 7:5, 6:4 Erfolg über Raphi Dutzler für die letztjährige Semifinal-Niederlage beim Quali-Turnier in Kirchdorf revanchierte. "Es war ein harter und mühsamer Kampf mit Raphael im Finale. Ich freue mich schon richtig auf das große Finale daheim. Hofffentliich geht sich das heuer aus", zeigte sich der Wallersee-Champion hoch motiviert.

Wolf Baur holt Heimsieg für den TC Neumarkt am Wallersee
Machen wir noch einen Blick auf die restlichen Gewinner des Generali Race to Kitzbühel Auftakts in der West-Region. In der Königsklasse ITN 4,0, wurde Oskar Maier vom Klosterneuburger Tennisverein seiner Favoritenrolle gerecht. Der 24jährige fühlt sich beim TC Neumarkt traditionell recht wohl, und holte bei seiner dritten Final-Teilnahme in Serie zum zweiten Mal nach 2024 den Titel. Mit seinem 6:3, 6:4 Finalerfolg über den topgesetzten Rene Hofstätter vom UTC Bergheim, feierte Maier bereits seinen fünften Generali Race Karriere-Turniersieg. Die restlichen drei Titel blieben erfreulicher Weise im Salzburger Land. In der ITN Kategorie 5,0 behielt der 40jährige Routinier Bertram Potisk in einer spannenden Match-Tiebreak-Entscheidung gegen Noah Maier mit 10:8 die Oberhand.
Den 6er-Bewerb dominierte der an Nummer 1 gesetzte Julian Willinger. Der 13jährige vom UTC Seekirchen gab auf dem Weg zum Titel gerade einmal fünf Games ab. Ein echten Heimsieg gab es für den Neumarkter Tennisclub schließlich noch im 8er-Bewerb zu bejubeln. Dort lieferte Wolf Baur eine souveräne Vorstellung ab, um sich schließlich im Traumfinale der beiden topgesetzten Spieler gegen seinen Clubkollegen Tobias Regelsberger den Titel und 10 wichtige Punkte für die Race-Wertung zu sichern. Next Stopp im Westen ist übrigens von 3. bis 5. Juli der TC Dornbirn. Auf ins Ländle!
