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Generali-Vorstand Arno Schuchter: „Erinnere mich gerne an die alten Davis-Cup-Schlachten“

Generali Österreich ist dem Tennissport seit Jahren verbunden, nun tritt das Versicherungs-Unternehmen auch als Sponsor des österreichischen Davis-Cup-Teams auf den Plan. Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing, erklärt im Gespräch mit tennisnet.com die Hintergründe.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 22.11.2021, 12:01 Uhr

Generali-Vorstand für Vertrieb und Marketing Arno Schuchter
© GEPA Pictures
Generali-Vorstand für Vertrieb und Marketing Arno Schuchter

tennisnet: Herr Schuchter. Generali Österreich ist seit langem dem Tennissport in verschiedenen Varianten tief verbunden. Woher kommt diese besondere Beziehung?

Arno Schuchter: Wir haben als Generali Österreich eine lange Tennistradition, die schon vor den 2000er-Jahren begonnen hat mit den damaligen Generali Open in Kitzbühel. Dann gab es eine kurze Pause, aber seit mehr als zehn Jahren sind wir in Kitzbühel wieder als Titelsponsor dabei. Dazu kommt, dass Tennis in Österreich, vor allem bei den Männern, in den letzten Jahren einen richtigen Boom erfahren hat. Durch die Erfolge von Dominic Thiem, aber auch durch gute Ergebnisse im Davis Cup. Und natürlich spielt auch die Einstellung der gerade handelnden Personen bei der Generali Österreich immer eine besondere Rolle. Darüber hinaus ist Tennis eine von wenigen Weltsportarten. Aus der Summe dieser Themen ergibt sich unser Engagement.

tennisnet: Wohin kommt Ihre persönliche Affinität?

Schuchter: Ich habe selbst im Hobbybereich Meisterschaft gespielt, auch bei den Senioren. Und meine Kinder sind auch aktive Tennisspieler.

tennisnet: Die Verbindung mit Kitzbühel manifestiert sich ja nicht nur im Profibereich - mit dem Generali Race to Kitzbühel unterstützen Sie auch das größte Hobby-Tennis-Event in Österreich.

Schuchter: Das ist ein Herzensprojekt von der Generali Österreich. Wir wollen Tennis nicht nur in der Spitze fördern. Wir sind als Versicherer auch sehr stark im Gesundheitsbereich tätig, wir haben mit Generali Vitality ein Modul, wo wir unsere Kunden, aber auch Nicht-Kunden dazu antreiben wollen, aktiv zu bleiben und Sport zu treiben. Und für diese Aktivitäten ist das Generali Race to Kitzbühel ein idealer Begleiter, wo wir mit zehn bis zwölf Turnieren in die Breite gehen, quer durch ganz Österreich. Und die Besten spielen dann in Kitzbühel im Rahmen der Generali Open ihren Sieger aus.

tennisnet: Nun wurde am Freitag in Österreich ein Lockdown für die gesamte Bevölkerung verordnet. Was bietet das Generali Vitality Programm an, um die Gesundheit der Menschen auch in dieser schwierigen Zeit zu stärken?

Schuchter: Unser Programm ist ein Antreiber., das weiß ich aus eigener Erfahrung. Man hat eigentlich immer eine virtuelle Faust im Nacken: „Du hast heute oder in dieser Woche Deine Trainingseinheiten noch nicht erledigt.“ Dazu kommt, dass es für die Erledigung der Aufgaben kleine Belohnungen gibt. In Wirklichkeit geht es mir persönlich aber darum, zu wissen, ich habe etwas getan. Vielleicht ist das ja eine der positiven Seiten des Lockdowns: Dass die Leute etwas mehr Zeit haben, sich mit Fragen der Gesundheit auseinanderzusetzen.

"In Kitzbühel passt alles perfekt"

tennisnet: Zurück zu den Profis. Auch in diesem Jahr war das Turnier in Kitzbühel ein Erfolg bei Spielern und vor allem beim Publikum. Wie groß war die Zufriedenheit bei der Generali Österreich?

Schuchter: Kitzbühel hat nun schon zweimal gezeigt, dass es auch ohne Local Hero, also Dominic Thiem, von den lokalen Fans sehr gut angenommen wird. Im vergangenen Jahr hat Dominic ja parallel die US Open gewonnen, in diesem Jahr war er leider verletzt. Natürlich hat der Titelrun von Alexander Erler und Lucas Miedler geholfen, den einen oder anderen Fan zusätzlich in das Stadion zu locken. Grundsätzlich gilt aber, dass es die Turnierveranstalter mit Markus Bodner und Herbert Günther und Alexander Antonitsch als Turnierdirektor in Kitzbühel während der letzten zehn, zwölf Jahre geschafft haben, ein Challenger-Event auf eine hochprofessionelle Ebene zu ziehen. Und aber dennoch in einer familiären Atmosphäre abzuhalten. Das ist eine Verbindung, die es nur bei wenigen Turnieren gibt. Vielleicht hängt es mit der Kleinheit der Stadt, den Bergen, dem Land Tirol, den handelnden Personen zusammen - es passt hier einfach alles perfekt. Was auch für den Transport unserer Marke gilt.

tennisnet: Vom Lockdown betroffen wird leider auch der Davis Cup in Innsbruck sein, der ohne Zuschauer über die Bühne gehen wird. Wie sieht Ihr Engagement beim Davis Cup aus?

Schuchter: Wir sind seit Jahren in verschiedener Form ein Partner des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) und haben uns heuer nach der Vergabe der Gruppenspiele nach Innsbruck dazu entschieden, dass Generali Österreich erstmals als Teamsponsor unserer Davis-Cup-Mannschaft fungieren wird. Eben auch, weil die Matches in Österreich stattfinden.

tennisnet: Da bleibt nur noch eine Frage an den Tennis-Aficionado Arno Schuchter: Das seit 2019 eingeführte Format eines Finalturniers findet bei vielen Mitgliedern der Tennisszene nur wenig Beifall. Wie geht es Ihnen damit?

Schuchter: Hier hat sich sicher der Sport dem Geld gebeugt. Das mag manchmal hilfreich sein. Aber mit dieser Neuerung wurde dem Format des Davis Cups kein großer Gefallen getan. Ich bin mir nicht sicher, ob sich dieses Format durchsetzen wird, das hat man schon beim Finalturnier 2019 in Madrid gesehen. Ich denke schon gerne an die alten Davis-Cup-Schlachten zurück, etwa Österreich gegen die USA im Praterstadion oder Österreich gegen Deutschland in Unterpremstätten. Jedes Tennisland hat wohl seine eigenen Highlights, die in dieser Form nicht mehr stattfinden.

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von Jens Huiber

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