Gilles Simon setzt auf die Generation Thiem

Der französische Tour-Veteran Gilles Simon hat sich in seinem aktuellen Blog auf der Website der ATP Gedanken darüber gemacht, wer nach der Pause am stärksten zurückkommen könnte. Seine Vermutung: Spieler wie Dominic Thiem.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.08.2020, 08:11 Uhr

Gilles Simon beim ATP Cup Anfang 2020
© Getty Images
Gilles Simon beim ATP Cup Anfang 2020

Gilles Simon hat vieles, wahrscheinlich sogar alles gesehen auf der ATP-Tour. Seit 2002 tingelt der Franzose durch den Tennis-Wanderzirkus, hat im Laufe dieser Reise immerhin 14 Titel geholt, den letzten 2018 in Metz. Neben Bukarest im Übrigen jener Ort, an dem der 35-Jährige mit jeweils drei Turniersiegen am erfolgreichsten gespielt hat.

In seinem aktuellen Blog für die Website der ATP-Tour hat sich der Routinier nun mit der Frage befasst, welche Spieler wohl am besten aus der Corona-Pause kommen werden. Simons Schluss: „Ich glaube, dass die letzte Zeit am besten für die Jungs mittleren Alters war, Spieler zwischen 25 und 30 Jahren alt. Meiner Ansicht nach haben sie Erfahrung auf der ATP-Tour, und es war der richtige Moment, ihr Spiel zu verbessern und einmal darüber Bilanz zu ziehen, was im ersten Teil ihrer Karriere passiert ist.“

Thiem fällt ins Altersraster

„Sie beginnen nun, etwas mehr über sich selbst als Person und als Spieler zu verstehen“, führte Simon weiter aus. „Spieler im mittleren Alter beginnen ihre Grenzen zu verstehen, die sie davor gehabt haben. Und jetzt hatten sie Zeit, an diesen Dingen zu arbeiten, während sie auch noch die Energie dafür haben. Sie sind immer noch sehr jung und gesund. Für sie wird es großartig werden.“

Geht man nun streng nach den Einschätzungen von Gilles Simon, dann müsste dies vor allem auf einen Spieler zutreffen: Dominic Thiem. Der Österreicher, mithin ein Angstgegner von Simon (Bilanz: 9:2 für Thiem), hat in der Turnierpause konsequent an sich gearbeitet und fällt neben David Goffin als einziger Top-Ten-Spieler in die genannte Alterskategorie. Thiem feiert am 3. September seinen 27. Geburtstag, und ist damit deutlich jünger als Novak, Djokovic, Rafael Nadal und dem ab Samstag 39-jährigen Roger Federer, hat den Kollegen Stefanos Tsitsipas (21), Alexander Zverev (22) oder Daniil Medvedev (24) aber ein paar Jahre an Erfahrung voraus.

Weitere Kandidaten: Schwartzman und Dimitrov

Führt man das Simon´sche Gedankenspiel konsequent weiter, dann müssten aus den Top 20 auch noch Diego Schwartzman (27 Jahre alt) und Grigor Dimitrov (29) stark verbessert aus der Krise kommen. Was in beiden Fällen aber überraschend käme: Schwartzman hatte durch die Corona-Maßnahmen bedingt in Argentinien nicht dieselben Trainingsmöglichkeiten wie etwa Thiem in Österreich. Und Dimitrov ist nach seiner Infektion mit dem Virus und anschließender Erkrankung erst auf dem Weg zurück zu hundertprozentiger Fitness.

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