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Grand-Slam-Traum beendet: Rafael Nadal ist in guter Gesellschaft

Rafael Nadal hat seine Hoffnungen auf den "Grand Slam" durch seinen Rückzug in Wimbledon begraben müssen. Er ist nicht der einzige.

von Florian Goosmann aus Wimbledon
zuletzt bearbeitet: 09.07.2022, 10:45 Uhr

Rafael Nadal
© Getty Images
Rafael Nadal

Der Grand Slam - er bleibt im Einzel weiter unerreicht seit 1988. Damals hatte Steffi Graf alle vier Majorturniere innerhalb eines Jahres gewonnen, Olympisches Gold ebenso und damit den inoffiziellen "Golden Slam"./

Danach: Waren die vier Majors in einer Saison immer mal wieder in Sichtweite, geschafft hat den ganzen Weg aber niemand mehr.

Insgesamt neun Mal waren einige Spielerinnen und Spieler seit 1988 mindestens auf dem halben Weg, wie ESPN dieser Tage in einer schönen Grafik zusammengebastelt hat. Heißt: Sie haben die ersten beiden Majors des Jahres gewonnen, das gesamte Paket aber dann doch nicht.

Grand Slam: Serena Williams und Novak Djokovic waren nah dran

Vor allem Wimbledon war für viele Akteure der Stoplerstein. Für Mats Wilander in 1988, für Monica Seles in 1991 und 1992, für Jim Courier in 1992, für Jennifer Capriati in 2001, für Novak Djokovic in 2016. Und nun eben, auch noch verletzungsbedingt, für Nadal.

Die größten Chancen auf ganz große Tennisgeschichte hatten tatsächlich Serena Williams und Novak Djokovic. Und beide hatte man gedanklich schon durchmarschieren sehen. Serena aber unterlag 2015 sensationell im Halbfinale der US Open, in einer Mischung aus zu großem Druck und zu überragendem Spiel von Roberta Vinci (die im Überraschungsfinale dann Flavia Pennetta unterlag).

Djokovic war 2021 sogar bis ins Finale vorgestoßen in Flushing Meadows, unterlag dort aber - ebenso in einer Mischung aus zu großer Anspannung und einem starken Gegner - Daniil Medvedev.

Rafael Nadal: "Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr"

Nadal freilich wollte gar nicht so weit in die Zukunft geschaut haben. "Ich habe nie über den Grand Slam nachgedacht", sagte er in seiner "Rückzugs-"Pressekonferenz am Freitagabend. Das Ziel sei Wimbledon gewesen, und was ihn wirklich traurig mache bei seinem Rückzug sei der Gedanke, dass er spielerisch auf einem hohen Level agiert habe - und sich damit eine Chance auf den Titel ausgerechnet hatte.

Nadal aber blieb Nadal, auch in der Stunde des Abschieds. Er verkrümelte sich nicht leise und heimlich, sondern bedankte sich noch artig bei den Wimbledonmitarbeiterinnen und -mitarbeitern. "Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr", verabschiedete er sich. "Warten wir's ab."

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von Florian Goosmann aus Wimbledon

Samstag
09.07.2022, 11:42 Uhr
zuletzt bearbeitet: 09.07.2022, 10:45 Uhr

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