Günter Bresnik über ÖTV-Revolte - "Putsch, mafiöse Methoden"

Der Abtritt von Werner Klausner als ÖTV-Präsident schlägt weiter hohe Wellen. Nun hat sich Thiem-Coach Günter Bresnik in mehreren Zeitungen geäußert.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 15.03.2019, 18:50 Uhr

Günter Bresnik ist auf das Gekd des ÖTV nicht angewiesen
Günter Bresnik ist auf das Gekd des ÖTV nicht angewiesen

Günter Bresnik ist dieser Tage vor allem mit einem zufrieden: den Leistungen seines Schützlings Dominic Thiem in Indian Wells. Thiem steht dort in der Vorschlussrunde, trifft am Samstag auf Milos Raonic. Deutlich weniger Freude bereiten Bresnik die Vorgänge im Österreichischen Tennis Verband (ÖTV) - dort hat Präsident Werner Klausner seinen Rücktritt angekündigt. Grund dafür: Eine von angeblich sieben Landesverbänden angestrebte Strukturänderung im ÖTV, die eine Schwächung von Bresniks Akademie in der Südstadt und eine stärkere föderale Ausrichtung des Verbandes bringen soll. Vor allem Christian Barkmann, Chef des Wiener Landesverbandes, gilt als treibende Kraft.

Bresnik allerdings sieht für solche Schritte keine Notwendigkeit. Und prangert vor allem die Art und Weise der Intrigen hinter den Kulissen an, mit der Klausner zum Rücktritt quasi genötigt wurde. „Klausner ist ja einer der nettesten Menschen, die ich kenne“, wird Bresnik in der Tiroler Tageszeitung zitiert. Seine eigenen Leute seien dem ÖTV-Präsidenten in den Rücken gefallen, mit solchen Menschen wolle er, Bresnik, nichts zu tun haben. Er sieht hier einen Putsch, der mit mafiösen Methoden durchgeführt wurde.

Bresnik - "Spreche mit jedem auf Augenhöhe"

Es gehe ihm auch überhaupt nicht ums Geld, so Bresnik im Gespräch mit dem Standard. „Peanuts. Ich lebe ohne sehr gut. Mir ist es prinzipiell egal, ob ich Japaner oder Österreicher trainiere.“ Den Vorwurf, er würde mit Personen in den Landesverbänden nicht auf Augenhöhe diskutieren, weist Günter Bresnik von sich: „Ich spreche mit allen Menschen auf Augenhöhe, so wurde ich erzogen.“

Dies hatte der oberösterreichische Landeschef Hans Sommer bemängelt, bezogen auf die Gewichtung der Südstadt im Vergleich zu anderen Trainingsstandorten. Von Putsch und mafiösen Methoden wollte Sommer ebenfalls nichts wissen - für ihn gehe es lediglich um eine Strukturreform.

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15.03.2019, 18:47 Uhr
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