HTT Mai Masters bekommt ein neues Siegergesicht
Der medial breit angekündigte Wetterumschwung von “frühsommerlich” hin zu “späther...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
12.05.2026, 11:18 Uhr
Der medial breit angekündigte Wetterumschwung von “frühsommerlich” hin zu “spätherbstlich” hat am Montag auch die 31. Auflage des Mai Masters Series 1000 Turniers im Union Tennis Center La Ville voll erwischt. Der Sandplatz-Klassiker am Altmannsdorfer Ast musste um kurz nach 18:30 Uhr wegen heftiger Windböen, vorallem aber wegen massivem Blitz & Donner abgebrochen werden. Bei dann einsetzendem Starkregen und fallender Temperaturen, mussten die beiden Halbfinal-Matches kurzerhand in die Halle verlegt werden. Ein Umstand der den beiden Topfavoriten auf die beiden vakanten Finaltickets extrem in die Hände spielte. Rene Gräflinger und Alex Leitgeb hatten auf den Carpet-Courts ihren abendllichen Spaß mit zwei völlig überforderten Gegnern, womit das 50. HTT Saisonturnier am heutigen Dienstag Abend ein neues Siegergesicht bekommen wird. Ein Bericht von C.L
Ferdi Gulla mit Wechsel von Sand in die Halle auf Teppich völlig überfordert
Fast eine halbe Stunde lang hatte sich der an Nr. 3 gesetzte 2fache HTT US Open Sieger Rene Gräflinger am Montag Abend am Centercourt des UTC La Ville geplagt, um bei allerdings am Ende fragwürdigen Bedingungen ein 2:2 gegen April HTT 500 Finalist Ferdinand Gulla zu errappeln. Über die danach über das La Ville ziehende Kaltfront mit ungemütlichen, vorallem aber unspielbaren Verhältnissen, war der 40jährige Ferlacher ganz und gar nicht traurig. Es folgte nach einer eineinhalbstündigen Wartezeit der Umzug in die Halle, und die Fortsetzung eines dann allerdings komplett anderen Spieles. Denn “Indoor” entfaltete Gräflinger plötzlich seine ganz großen Stärken. Der 2fache HTT Finals-Gewinner beschleunigte die Partie auf den flotten Teppich-Courts mit rasantem Tempo. Für sein 16jähriges Gegenüber war das dann eine oder mehr Nummern zu schnell. In knapp 40 Minuten hatte Gräflinger mit 10:1 gewonnenen Games, eine zunächst völlig offene und zähe Partie auf roter Asche, zu einer glasklaren Angelegenheit im Blitztempo verwandelt. Mit 6:2, 6:1 erreichte der Kärntner Ausnahmespieler sein 13. HTT Masters-1000-Finale und Karriere-Endspiel Nr. 27. Zum zweiten Mal nach 2022 steht der Ferlacher in der Mai Masters 1000 Finalrunde, wo er am Dienstag Abend auf Jungstar und Roman-Bezwinger Alex Leitgeb treffen wird.
Alex Leitgeb deklassiert seinen Clubkollegen Luka Petrikic
Der 19jährige, 24 Stunden zuvor großer, und vorallem erstmaliger Sieger über die HTT Nr. 1 Damian Roman, hatte am Montag Abend nicht mehr als eine Pflichtübung vor der Brust, der er sich dann auch in ganz souveräner Manier entledigte. Mit seinem auf dem schnellen Hallenteppich völlig überforderten Alt Erlaa-Clubkollegen Luka Petrikic machte die aktuelle Nr. 54 im HTT Computer kurzen Prozess. Nach einer kurzweiligen Dreiviertelstunde hatte Leitgeb mit 6:0, 5:0 deutlich Kurs auf einen “Doppel-Bagel” genommen, ehe im Finish kurzer Schlendrian beim Roman-Bezwinger für ein paar zusätzlliche Centercourt-Minuten der Zuschauer sorgte. Leitgeb kassierte zwei Breaks, jenes zum 3:5 sogar zu Null, während Petrikic ganz spät in diesem Halbfinale seine durchaus vorhandenen Qualitäten öffentlich zur Schau stellte. Da waren phantastische Returns und auch großartige Grundschläge dabei. Natürlich reichte diese kurze helle Phase im Spiel des Luka Petrikic nicht, um seinen übermächtigen Clubkollegen von der Siegerstraße abzudrängen. Leitgeb blieb im folgenden Return-Game bei 5:3 cool, und verwandelte am Ende mit einem monstermäßigen Return-Winner seinen ersten Matchball. Damit ist Aleksandar Leitgeb weiter im Rennen um seinen ersten großen HTT Titel. Den Ticker zum Finale Leitgeb gegen Gräflinger gibt es übrigens heute Nachmittag ab 17 Uhr LIVE auf www.hobbytennistour.at
