Scheidl-Niederlage bei Comeback nach 475 Tagen Pause
Burgenlands kultigster Tennisspieler ist zurück auf der Hobby Tennis Tour! Bei seiner Rückkehr auf d...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
10.05.2026, 11:18 Uhr
Burgenlands kultigster Tennisspieler ist zurück auf der Hobby Tennis Tour! Bei seiner Rückkehr auf die HTT nach einer verletzungsbedingten Zwangspause von insgesamt 475 Tagen, musste sich der mittlerweile 40jährige Bernhard Scheidl am gestrrigen Samstag zum Auftakt des Mai Masters Series 1000 Turniers dem 18jährigen Underdog und Qualifikanten Jonas Zaric geschlagen geben. Den Sprung ins Viertelfinale, und das noch dazu recht locker, haben hingegen der 2fache HTT US Open Siger Rene Gräflinger und der aktuelle April-HTT-500-Finalist Ferdinand Gulla geschafft. Ein Bericht von C.L
Bernhard Scheidl unterliegt bei Comeback dem 18jährigen Qualifikanten Jonas Zaric in zwei Sätzen
Das östlichste und laut Statistik sonnigste Bundesland Österreichs, das Burgenland, steht an diesem HTT-Wochenende im Blickpunkt des Interesses. Im Bezirk Mattersburg, genauer gesagt in der Marktgemeinde Schattendorf, matchen sich Burgenlands Hobbytennis-Asse beim Generali Race to Kitzbühel um wichtige Punkte und eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Tickets für das mit 10.000 Euro dotierte Finalturnier in Tirol. Der beste und erfolgreichste aller burgenländischen Tennisspieler hielt hingegen bei der 31. Auflage des Mai Masters Series 1000 Turniers im Union Tennis Center La Ville in Wien Hof, und feierte 475 Tage nach seinem letzten HTT-Auftritt bei den HTT Australian Open 2025 ein viel beachtetes, ergebnistechnisch aber leider missglücktes Comeback. Der Serve & Volley Gott vom Neusiedler See, körperlich und formtechnisch weit unter seinen Möglichkeiten agierend, musste sich der aktuellen Nr. 89 im HTT Computer, dem 18jährigen Jonas Zaric mit 2:6, 4:6 doch deutlich geschlagen geben. “Ich bin noch extrem weit weg von meinem guten Level von früher, aber der Gegner hat es auch gut gemacht”, konstatierte Scheidl, der zuvor bei seinem 9. Mai-Masters-1000-Antreten am Centercourt Lance Lumsden, sein 360. HTT Karriere-Single-Match bestritt. Ein Spiel, in dem der 2fache HTT Grand Slam Sieger vorallem mit sich selbst zu kämpfen hatte.
Scheidl möchte in Kitzbühel Doppel mit Hannes Matt spielen
Vorallem körperlich offenbarten sich deutliche Defizite im Spiel des Serve & Volley-Künstlers, der naturgemäß nach seiner verletzungsbedingten Auszeit, mit mangelnder Matchpraxis kämpfte. Und so war Scheidl rasch in einen ungleichen Kampf verwickelt, in dem der ehemalige Ranglisten-Dritte ob seiner fast eineinhalb Jahre andauernden Auszeit, vorallem seiner größten Waffen beraubt war. Der erste Aufschlag, die Basis für Scheidls höchst efffektives Offensiv-Tennis, er hatte Seltenheitswert am gestrigen Samstag. Beim zweiten Aufschlag Scheidls war Zaric am Return solide unterwegs. Zudem fehlte dem 40jährigen Comebacker die Leichtigkeit und Spritzigkeit in den Beinen, womit er beim Volley stets um den einen entschheidenden Schritt am Netz zu spät kam, und ihm so viele ungewohnte Flugball-Patzer unterliefen. Immerhin lag Scheidl aber im zweiten Satz mit Doppel-Break 3:0 voran, ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft, des zuletzt mit einem Patellasehnenriss im linken Knie kämpfenden Burgenländers. “Ich freue mich wieder hier zu sein. Ich habe die HTT und die Leute vermisst. Natürlich würde ich mir wünschen, schon konkurrenzfähiger zu sein. Das ist aber jetzt mein Level. Ob ich nochmals zurückkommen kann, wird mein Knie entscheiden”, so Scheidl. “Ich habe viel Arbeit vor mir, ich bin zu schwer, zu langsam, es fehlt an allen Ecken und Enden. Ich hoffe aber, in Kitzbühel mit meinem Freund Hannes Matt Doppel spielen zu können, und habe generell das Doppel im Visier. Alles abhängig aber vom Heilungsverlauf meines Knies”, so der 40jährige HTT Australian Open Sieger von 2015 und HTT Wimbledon-Champion von 2018.
Gräflinger & Gulla mit Favoritensiegen, Juritsch rutscht erneut in Runde 1 aus
Im Schatten des Scheidl-Comebacks gab es am zweiten Spieltag des Mai Masters 1000 Turniers klare Favoritensiege im La Villle zu bestaunen. Titel-Mitfavorit Alex Leitgeb deklassiete den furios spielenden Qualifikanten Christian Vatchev vom TC Donaufeld mit 6:2, 6:0 und hat sich für den möglichen Viertelfinal-Kracher gegen den Ranglisten-Ersten Damian Roman empfohlen und in Stellung gebracht. Einen netten Samstag-Nachmittags-Spaziergang absolvierte derweil Rene Gräflinger. Der Ranglisten-Dritte aus Ferlach deklassierte im Auftakt-Match seines 30. HTT Masters-1000-Starts, den kränklich auf dem Platz stehenden Alex Jagodic mit zwei Mal 6:1. Weiter in blendender Form und Spiellaune agiert Youngster Ferdinand Gulla. Der 16jährige ließ gegen Marcel Frank mit 6:2, 6:1 keine Wünsche offen, und trifft nun im Viertelfinale auf die spanische Nummer 1 der HTT, Fernando Romero. Nach seinem Vorwochen-Ausrutscher gegen Underdog Yonatan Groysman, wartet hingegen US Boy Mike Juritsch auch zum Start ins Mai Masters Series Turniers auf seinen ersten Saisonsieg auf der roten Asche des UTC La Ville. Der 36jährige rutschte in der gestrigen Night Session am Centercourt gegen Luka Petrikic plan-, und hilflos über den Platz und letztlich in ein empfindliches 2:6, 1:6 Debakel. Immerhin sorgte der Ranglisten-Neunte aber für den schönsten Ballwechsel des Spieles.
