Siegesserie von Damian Roman endet im Mai-Masters-Viertelfinale
Die beeindruckende Erfolgsserie des Damian Roman, von 10 HTT-Matches ohne Niederlage, ist am Sonntag...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
11.05.2026, 21:18 Uhr
Die beeindruckende Erfolgsserie des Damian Roman, von 10 HTT-Matches ohne Niederlage, ist am Sonntag Abend zu Ende gegangen. Der 43jährige Routinier musste sich im Viertelfinale des Mai Masters Series 1000 Turniers gegen HTT AO Viertelfinalist Alex Leitgeb nach 2:02 Stunden Spielzeit in drei Sätzen mit 3:6, 6:1, 3:6 geschlagen geben, womit der Traum vom vierten Mai-Masters-Titel nach 2016, 2023 und 2024 vorzeitig geplatzt ist. Für Leitgeb war es hingegen im dritten direkten Duell mit dem Ranglisten-Ersten aus Rumänien der erste Erfolg. Ebenfalls unter den Top 4 des 50. HTT Saisonturniers stehen der 2fache HTT US Open Sieger Rene Gräflinger sowie die Youngsters Ferdinand Gulla und Luka Petrikic. Ein Bericht von C.L
Ein Sonntag voller Tristesse, bis …………………
Es war ein Sonntag voller Tristesse, dieser gestrige dritte Spieltag bei der 31. Auflage des Mai Masters Series 1000 Turniers im Union Tennis Center La Ville. Zumindest untertags, war der mit Muttertag, Meisterschaft und Wiener Verkehrs-Chaos von Beginn an völlig verhundste Tag, einer zum Vergessen! Eine leere Terrasse, und verwaiste Zuschauer-Plätze versprühten das Flair eines Friedhof-Besuches. Erst zur Night-Session am Abend kam dann Stimmung auf. Man freute sich auf ein Topspiel, auf den Schlager des Tages und ein hochklassiges Duell der Generationen zwischen Damian Roman und Alex Leitgeb. Gleich vorweg: Die beiden HTT-Stars sorgten für eine zweistündige Centercourt-Show, mit der selbst Namensgeber Lance Lumsden seine helle Freude gehabt hätte, und ,mit der die beiden HTT-Topstars die hohen Erwartungen in die Nachtschicht des dritten Mai Masters 1000 Spieltages voll erfüllten.
Alex Leitgeb feiert im dritten Duell den ersten Sieg über Damian Roman
Die Spannung und Vorfreude auf dieses Match war im Vorfeld eine riesige. Statistisch betrachtet war Damian Roman in der Favoritenrolle, zumal er in den beiden bisherigen Partien – übrigens jeweils auf HTT Grand Slam Ebene – dem 24 Jahre jüngeren Kontrahenten gerade einmal vier Games überlassen hatte. Seit dem letzten Aufeinandertreffen sind aber fast zwei Jahre vergangen, in denen natürlich vorallem Alex Leitgeb eine massive Weiterentwicklung in seinem Spiel erfahren hat. Noch schneller, noch präziser, vorallem aber um zwei Jährchen reifer im Oberstübchen, ist aus dem einstigen Hitzkopf mit der Power-Vorhand, ein richtig guter und kompletter Tennisspieler herangereift. Das musste auch der HTT Branchen-Primus im ersten Satz des Viertelfinal-Krachers zur Kenntnis nehmen, den Leitgeb dominierte und mit 6:3 für sich entschied. Roman begann eher vorsichtig, vielleicht taktisch gewollt defensiver, um dem vor Kraft strotzenden Gegner nicht in die Karten zu spielen. Im zweiten Heat erhöhte Roman dann aber die Schlagzahl, wurde initiativer und konkreter in seinem Spiel, und schaffte mit einem souveränen 6:1 den völlig verdienten Satzausgleich. Damian Roman hatte es zu diesem Zeitpunkt in den Kopf seines Gegners geschafft, für viele “Experten & Insider” auch die einzige Chance des 48fachen HTT Turniersiegers, gegen die Wucht des Alt Erlaa-Jungstars anzukommen. Im Finish, in dem sich bei Leitgeb sensationelle Punkte mit haarsträubenden Fehlern abwechselten, und in dem der 19jährige bei 4:1 wie der sichere Sieger aussah, sollten dann zwei Aspekte für die Entscheidung sorgen. Damian Roman hatte mit einer tollen Aufholjagd erneut die Achillesferse im Spiel Leitgebs ausgemacht, und den fluchenden Teenager ins Grübeln gebracht. Allerdings waren dem 3fachen Mai Masters Champion die Körner im Endspurt ausgegangen. “Ich konnte gegen Ende des Spieles leider nicht mehr zusetzen” analysierte die HTT Nr. 1 den dritten mit 3:6 verloren gegangenen Satz.
Rene Gräflinger mit dem 200. HTT Einzelsieg seiner Karriere
Mit dem Abendspiel unter Flutlicht konnten die drei restlichen Viertelfinal-Matches bei viel Sonne nicht annähernd Schritt halten. Die Partien – immerhin entscheidend für den Einzug ins Halbfinale eines HTT Masters 1000 Turniers – waren vom Niveau her angepasst an den schon eingangs erwähnten “bescheidenen Tag”. Am Centercourt bekam das Publikum vor Ort aufgrund eines irren Verkehrs-Chaos in der gesamten Bundeshauptstadt gerade einmal drei Matches (inkl. der Night Session) zu sehen. Und das, weil Luka Petrikic mehr als eine Stunde zu spät kam, und Peter Wiesner um satte 50 Minuten seinen Spieltermin verpasste – beide übrigens unschuldiger Weise, und damit eine herzliche Gratulation und ein noch herzlicheres Danke an den zuständigen Verkehrskonzeptler, ein echtes Genie seines Faches! Zurück zum sportlichen Geschehen, wo Rene Gräflinger dem 46 Jahre jungen Peter Wiesner mit 6:2, 6:2 keine Chance ließ, und trotzdem einen Sieg mit Wert landete. Immerhin feierte der Ranglisten-Dritte aus Kärnten seinen 200. HTT Karriere-Einzelsieg. Von solchen Zahlen ist Ferdinand Gulla noch ein ganzes Stück entfernt, auch wenn der aufstrebende 16jährige am Sonntag Nachmittag seinen 30. HTT Karriere-Einzelsieg feierte, und das gegen Spaniens Nr. 1, Fernando Romero. Luka Petrikic komplettierte schließlich die Top 4 beim Mai Masters 1000 Turnier im UTC La Ville mit einem 6:2, 7:5 Sieg über den Qualifikanten Jonas Zaric.
