ITF Amstetten: Wobker sorgt für das Comeback des Tages

Deutschlands größtes Tennistalent Ida Wobker hat bei ihrem ersten Hauptbewerb beim ITF-W100-Turniers in Amstetten eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Die erst 15-Jährige drehte gegen die israelische Nummer 1 Lina Glushko einen 0:4-Rückstand und zog mit einem 7:5, 6:1-Erfolg ins Achtelfinale ein.

von PM
zuletzt bearbeitet: 21.07.2026, 21:21 Uhr

Ida Wobker am Dienstag in Amstetten
© Samuel Matteo
Ida Wobker am Dienstag in Amstetten

Zu Beginn der Partie war Wobker die Nervosität bei ihrem ersten Antritt bei einem 100.000 Dollar-Turnier deutlich anzumerken. Glushko nutzte die vielen Aufschlagfehler der Deutschen konsequent aus und zog rasch auf 4:0 davon. 

Beim Stand von 0:4 reagierte Wobkers Mentorin Barbara Rittner. Sie riet der 15-Jährigen auf ein härteres Racket zu wechseln. Die Umstellung zeigte sofort Wirkung: Wobker gelang das Break zum 1:4, sie spielte zunehmend mutiger, setzte ihre Schläge druckvoller ein und gewann immer mehr Vertrauen in ihr Spiel. 

Mit drei Spielgewinnen in Folge kämpfte sie sich zurück. Immer wieder erinnerte Rittner sie von der Seitenlinie: „Bleib mutig!“ Wobker glich aus, servierte zwar zunächst beim Stand von 5:4 vergeblich zum Satzgewinn, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Mit einem starken Longline-Winner holte sie sich ein weiteres Break und nutzte ihre zweite Chance zum 7:5. 

Mutiges Spiel wird belohnt 

Den Schwung nahm Wobker mit in den zweiten Satz. Sie schaffte sofort das Break und bestimmte die Partie nun mit ihren druckvollen Grundschlägen. Die routinierte 26-jährige israelische Billie-Jean King-Cup-Spielerin fand kaum noch Antworten auf das Tempo der Deutschen.
Nach zwei weiteren souveränen Breaks verwandelte Wobker ihren ersten Matchball zum 7:5, 6:1-Erfolg. 

Mit ihrer beeindruckenden Aufholjagd und ihrem mutigen Offensivspiel unterstrich die 15-Jährige einmal mehr, warum sie als eines der größten Talente im deutschen Tennis gilt. 

Nach dem Match zeigte sich Wobker erleichtert: „Ich hatte einen holprigen Start, vor allem wegen meiner Nervosität. Es war mein erstes W100-Turnier und die erste Runde ist ohnehin immer schwierig. Beim Stand von 0:4 habe ich nach Tipps von außen versucht, ein paar Dinge zu verändern. Ab da es dann richtig gut funktioniert.“ Beim Siegerinneninterview am Center Court bedankte sich Wobker ganz besonders bei den Turnierdirektoren Thorsten Liebich und Thomas Dappers für die Chance mit einer Wildcard in Amstetten anzutreten.

von PM

Dienstag
21.07.2026, 21:33 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.07.2026, 21:21 Uhr