Lenny Hampel erhält Chance auf seinen ersten Future-Titel

Zum rot-weiß-roten Finale kommt es aber nicht, da Sebastian Ofner in seinem Halbfinale unterlag.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 29.07.2016, 09:22 Uhr

Lenny Hampel

Der Traum vom rein österreichischen Endspiel im Herren-Einzel beim Weltranglisten-Turnier Future-Tennis-Wels ist am Semifinal-Tag geplatzt. Erfreulicherweise setzte sich zwar Lenny Hampel klar mit 6:4, 6:3 gegen den an Nummer zwei gesetzten Portugiesen Goncalo Oliveira durch, jedoch verlor Sebastian Ofner in der oberen Hälfte des Rasters gegen den Deutschen Robin Kern ebenso eindeutig mit 1:6, 3:6.

Der noch 19-jährige Hampel spielte - wie schon die ganze Woche in Wels - sein druckvolles Powertennis und hatte ob des Verhaltens von Oliveira am Platz erst recht das Welser Publikum "im Rücken". Die Nummer 575 im ATP-Ranking ließ nie einen Zweifel aufkommen, dass er das Match am Centercourt verlieren könnte und spielte ganz einfach zu schnell für die 21 Jahre alte Nummer 293 der Welt. Der Wiener erhält damit beim 10.000-US-Dollar-Sandplatzturnier in Oberösterreich die Chance auf seinen ersten ITF-Future-Einzeltitel.

Kern spielt weiter groß auf

Einmal mehr überraschte der 22-jährige Kern, der nach der Nummer eins Pascal Brunner und der Nummer sechs des Turniers, Titelverteidiger Tom Kocevar-Desman (Slowenien), auch den drittgesetzten Vorjahres-Semifinalisten, Staatsmeister und Bad-Waltersdorf-Sieger Ofner aus dem Bewerb nahm. "Wenn der so spielt, dann kann der Challenger-Turniere gewinnen" - meinte Ofner nach dem Match und war keineswegs enttäuscht über seine Leistung. Er habe nicht einmal schlecht gespielt, meinte er. Kern schoss auch wirklich aus allen Lagen und spielte sehr zügig, sodass Ofner "nicht wirklich zum Spielen" kam.

Kern, seines Zeichens die ehemalige Nummer elf der Junioren-Weltrangliste, war vor drei Jahren schon die Nummer 350 der Welt bei den Herren und scheint nun, nach einem Trainerwechsel zum ehemaligen Top-60-Mann aus Deutschland Björn Phau , wieder an Boden gutzumachen. Die beiden aufstrebenden, recht großgewachsenen Spieler - Hampel 1,88 Meter und Kern 1,91 Meter - verfügen beiden über gute Auf- und Grundschläge. Einem tollen Schlagabtausch ab 11:30 auf der Anlage des UTC Wels bei freiem Eintritt steht also nichts mehr im Wege.

Bader im dritten Anlauf zum Doppeltitel

Im Doppel gab es indes schon einen österreichischen Champion. Nach Finalniederlagen in Kramsach und Bad Waltersdorf sicherte sich Sebastian Bader in Wels nunmehr den sechsten Future-Doppeltitel seiner Karriere. Der Tiroler gewann das Endspiel mit Oliveira gegen Hampel und den Burgenländer David Pichler mit 7:5, 6:3, die beiden blieben damit im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust.

Hier die Ergebnisse und Spielpläne aus Wels.

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