Jakub Mensik: Schon wieder ein Auf und Ab
Ein guter Sieg, zwei weniger gute Niederlagen: Auch beim United Cup hat sich gezeigt, dass Jakub Mensik nach wie vor die Konstanz fehlt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
09.01.2026, 09:05 Uhr

Wie viel Gewicht darf man den Ergebnissen beim United Cup beimessen? Das kommt wahrscheinlich darauf an, wen man fragt: Zizou Bergs etwa, der herrliche Belgier, wird nach seinen drei Siegen im Einzel wahrscheinlich sagen: eine ganze Menge. Jakub Mensik wiederum, der am Donnerstag gegen Bergs in zwei Sätzen verlor, wird das wohl ein bisschen anders sehen.
Dabei hat der Mannschafts-Wettbewerb für den immer noch jungen Tschechen sehr ordentlich begonnen - nämlich mit einem Sieg gegen Casper Ruud. Dann allerdings kam Alex de Minaur. Und mit dessen Spiel kommt Mensik weiterhin nicht zurecht. Alle fünf Matches hat der „Demon“ gegen Mensik bislang gewonnen, die meisten nicht einmal knapp.
Und so geht das Auf und Ab der vergangenen Saison für einen der aufstrebenden jungen Stars der Szene halt auch 2026 weiter. Der bisherige Höhepunkt bleibt der Triumph beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami. Das wird auch in naher Zukunft schwer zu überbieten sein. Denn für ein Championat bei einem Major fehlt Mensik definitiv noch die Konstanz.
Verletzungssorgen bei Mensik, Lehecka, Machac
Aber zwischendurch mal ein richtig gutes Ergebnis? Das hätte man sich schon erwarten dürfen. Zumal Mensik ja bei der Siegerehrung in Miami gemeint hatte, dass dies nur der erste von vielen großen Titeln werden würde. Danach steht als bestes Ergebnis aber ein Viertelfinale von Peking zu Buche. Dort war, natürlich, gegen Alex de Minaur Schluss (Mensik musste die Partie schon im ersten Satz aufgeben).
Was ja auch ein Muster bei den jungen Spielern aus der Tschechischen Republik zu werden droht: Denn auch die etwas älteren Jiri Lehecka und Tomas Machac haben permanent mit Verletzungen zu kämpfen. Auch ein Grund, warum es nicht gute Ergebnisse am laufenden Band gibt.
Dass Jakub Mensik dennoch auf Platz 18 der ATP-Charts steht, spricht einerseits für ihn. Da sind aber eben auch die 1.000 Punkte von Miami eingepreist. Und wenn der Druck, diese zu verteidigen, bis dahin nicht allzu groß werden soll, dann müssen schleunigst stabilere Leistungen her.
