Große Hoffnungen unter neuer Flagge

Auch der Sohn von Petr Korda tritt nicht für das Heimatland seines Vaters an.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 01.08.2016, 08:21 Uhr

during day eight of the Sony Ericsson Open at the Crandon Park Tennis Center on March 30, 2009 in Key Biscayne, Florida.

In Wimbledon hatte DTB-Präsident Ulrich Klaus noch angemerkt, wie sehr er es bedauere, dass es seinem Verband nicht gelungen sei, Nicola Kuhn davon zu überzeugen, während seiner wohl vielversprechenden Karriere für Deutschland anzutreten. Kuhn hatte sich vor ein paar Monaten für seine Wahlheimat Spanien entschieden, nachvollziehbar, hatten sich die Eltern des bald 17-Jährigen doch schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen, ihren Wohnsitz eben dorthin zu verlegen.

Womöglich kann der Tennisverband der Tschechischen Republik die Schmerzen von Präsident Klaus bald nachvollziehen: Sebastian Korda, Sohn des ehemaligen Australian-Open-Gewinners Petr Korda , begeht die ersten Schritte seiner Laufbahn unter amerikanischer Flagge. Und hat dabei im Alter von 16 Jahren vor wenigen Tagen die U-18-Meisterschaften der USA gewonnen, seinen europäischen Wurzeln gemäß auf Asche. Schwester Jessica steht bereits ein paar Stufen weiter, sie hat sich auf der LPGA-Tour als professionelle Golferin etabliert.

Noch klare Familienverhältnisse

"Ich habe jetzt viel mehr Selbstvertrauen", erklärte Sebastian Korda gegenüber einer US-amerikanischen Tageszeitung - das Selbstvertrauen, das er brauche, um auf dem Platz größeres Risiko zu gehen. Als bislang unbezwingbar hat sich indes sein Vater erwiesen - gegen Petr Korda, der 1998 die Australian Open für sich entschied, im selben Jahr positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden war, sieht Sebastian noch alt aus. "Mein Vater ist unglaublich. Er spielt auf einem anderen Level."

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Montag
01.08.2016, 08:21 Uhr