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Na Li vergab Satzgewinn in Wimbledon

Die Chinesin forderte im Viertelfinale gegen Agnieszka Radwanska nicht das Hawk-Eye an und ließ sich damit um ihren Lohn bringen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.07.2013, 08:18 Uhr

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Das musste Na Li in Wimbledon in ihrem Viertelfinale gegen Agnieszka Radwanska erfahren. Die Chinesin hatte im ersten Satz vier Satzbälle, die sie allesamt nicht nutzen konnte. Der Satz und das Match gingen schließlich an Radwanska. Es hätte aber anders kommen können, wenn Na Li bei einem Satzball das Hawk-Eye in Anspruch genommen hätte. Denn die Chinesin servierte bei einem Satzball ihren Aufschlag vermeintlich ins Aus. So sahen es jedenfalls Schieds- und Linienrichter und verwehrten Na Li ein Ass. Die 31-Jährige vertraute der Entscheidung und verzichtete auf die Challenge.

Im Nachhinein war das keine gute Entscheidung. Denn das Hawk-Eye zeigte später im Fernsehen, dass der Aufschlag im Feld war und die Chinesin somit den ersten Satz gewonnen hätte, wenn sie eine Challenge genommen hätte. In der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde Na Li von einer Journalistin informiert, dass ihr Aufschlag bei Satzball im Feld war. „Wow. Nun habe ich die Information. Das nächste Mal werde ich mit Sicherheit die Challenge nehmen“, sagte Na Li und nahm die Information, dass sie den ersten Satz eigentlich gewonnen hatte und somit eine noch größere Siegchance gehabt hätte, mit einem Lächeln zur Kenntnis.(Text: cab; Foto: GEPA pictures/ Alan Grieves)

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