Laver Cup 2021: Team Welt hält sich bei den US Open wacker

In knapp drei Wochen beginnt in Boston die vierte Ausgabe des Laver Cups. Welches Team hat bei den US Open den besseren Eindruck hinterlassen?

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 06.09.2021, 04:54 Uhr

Wie oft wird Team Welt in Boston jubeln?
© Getty Images
Wie oft wird Team Welt in Boston jubeln?

Von Jens Huiber aus New York City

John McEnroe ist dieser Tage bei den US Open in der Hauptsache zwar als Experte  beim TV-Sender ESPN beschäftigt, ab und zu aber wird auf den Showcourts ein kurzer Trailer über die Leinwände eingespielt, in dem man McEnroe noch aktiver sehen kann als in der TV-Box. Der Clip gibt einen kleinen Vorgeschmack auf den Laver Cup, der vom 24. bis zum 26. September im TD Boston Garden ausgetragen wird. McEnroes Kernaussage: Niemand schlägt Team Welt vier Mal in Folge. Die Ergebnisse bei den laufenden US Open geben Teamchef McEnroe Anlass zur Hoffnung.

Zumal bei den Europäern, die die bisherigen Vergleichskämpfe in Prag, Chicago und Genf für sich entschieden haben, sowohl sportlich wie auch im zwischenmenschlichen Bereich nicht alles im Reinen zu sein scheint. Alexander Zverev, Daniil Medvedev und Matteo Berrettini sind noch im Tableau vertreten, mit der deutschen Nummer eins als Routinier im Team Europa. Zverev hat noch keinen Laver Cup verpasst.

Stefanos Tsitsipas, Andrey Rublev und Casper Ruud sind dagegen mehr oder weniger früh ausgeschieden. Und gerade der Grieche hat bei den Kollegen für ein bisschen Stirnrunzeln gesorgt. Zwar hat Zverev wohlweislich ob der ausgedehnten Toilettenpausen von Tsitsipas kein Öl mehr ins Feuer gegossen, die vorsichtig gewählten Worte müssen aber in der Übersetzung merklich an Schärfe gewonnen haben. Tsitsipas musste ein paar kernige Bemerkungen in Richtung Zverev loswerden. Und dass das Verhältnis zwischen ihm und Medvedev nicht das beste ist, wissen alle Beobachter der ATP-Tour.

Zwei Ersatz-Kandidaten für John McEnroe

Team Welt hatte mit Nick Kyrgios und John Isner zwei Erstrunden-Ausfälle zu beklagen, auch Denis Shapovalov und Diego Schwartzman wussten nicht voll zu überzeugen. Reilly Opelka wurde noch nicht richtig gefordert, Félix Auger-Aliassime ist auch noch im Tableau vertreten. Sportlich also fast ebenso aussichtsreich als die Europäer, aber gerade Opelka könnte mit dem Heimpublikum im Rücken zum Schlüsselspieler werden.

Sollte John McEnroe noch kurzfristig ein Spieler abhanden kommen, böten sich zwei Ersatzleute an: Frances Tiafoe, der mit seinem  Erfolg gegen Rublev und seiner Niederlage gegen Auger-Aliassime in der Night Session am Sonntag aufsteigende Form bewiesen hat. Und überraschenderweise auch Jack Sock. Der würde, vor allem in Duett mit Nick Kyrgios, das Stimmungsbarometer auf Seiten der Weltauswahl deutlich steigen lassen.

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von Jens Huiber

Montag
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