Laver Cup: Babsi Schett spricht alle Sprachen

Ob Englisch, Deutsch, Schwyzerdütsch - Babsi Schett kann sich ihren Interviewpartnern perfekt anpassen. Auch beim Laver Cup in London, den die Tirolerin seit der Erstausgabe 2017 begleitet.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 24.09.2022, 14:14 Uhr

Roger Federer und Barbara Schett beim Interview in London
© privat/Babsi Schett
Roger Federer und Barbara Schett beim Interview in London

Babsi Schett wird den deutschsprachigen TV-Zuschauern mittlerweile ziemlich konsequent vorenthalten, die Tiroler Tennisgöttin gibt es fast exklusiv nur noch bei Eurosport International zu sehen. Beim Laver Cup in London ist das ein wenig anders: Schett hat mit Roger Federer ein großes Interview geführt, wenn auch auf Englisch. Das aber haben auch die Eurosport-Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen bekommen, Übersetzung inklusive.

Der spannendere Teil trug sich aber nach Ende des Gesprächs zu. Den sozialen Medien sei Dank hat die Tennis-Öffentlichkeit an der netten Verabschiedung zwischen Schett und Federer auch teilhaben dürfen. Natürlich: der Großmeister hätte auch in bestem Deutsch mit der ehemaligen Nummer sieben der Welt plaudern können. Aber wenn man jemandem ein gerüttelt Maß an Schwyzerdütsch zumuten kann, dann selbstredend Barbara Schett.

Roger Federer, das hat Schett vor wenigen Tagen in New York erzählt, sei über die Jahre der perfekte Interviewpartner gewesen. Weil er viel zu erzählen hatte, auch Privates. Weil er dies in den zumeist auf Englisch geführten Interviews unheimlich eloquent erledigt hat. Und, ganz wichtig für Babsi Schett, weil Roger Federer ein Gesprächspartner ist, der dem Augenkontakt nicht ausweicht. Eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen. Ist es aber nicht. Die Manieren der kommenden Generation lassen in dieser Hinsicht wohl ein wenig zu wünschen übrig.

Nicht bei allen Vertretern der #NextGen natürlich. Casper Ruud etwa trifft den Typus Traum-Schwiegersohn schon sehr genau. Mit Ruud hat Babsi Schett in London einen Video-Cast aufgenommen (nicht in dessen Muttersprache - so weit sind wir noch nicht), die Grüße an die europäische Gruppe sind gut angekommen.

Als Partner in London steht Schett diesmal nicht Mats Wilander zur Seite, sondern Doppel-Legende Todd Woodbridge. Denn die 46-Jährige ist wie bei den bisherigen Ausgaben des Laver Cups auch im Dienste von Tennis Australia unterwegs. Der Verband aus Down Under ist Mitveranstalter des Konitinentalvergleichs - und hat neben Schett und Woodbridge auch Jim Courier, Tim Henman, Mark Petchey und Sam Smith im Portfolio von London. Die aber wären am Schwyzerdütsch von Roger Federer im Gegensatz zu Babsi Schett aber gescheitert.

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24.09.2022, 15:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.09.2022, 14:14 Uhr

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