Laver Cup: Roger Federer über Comeback - "Ich werde mir die Zeit nehmen"

Roger Federer ist zwar nicht als Spieler in Boston am Start, dafür aber als aufmerksamer Zuseher. Und gern gesehener Interviewpartner.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 27.09.2021, 09:06 Uhr

Roger Federer
© Getty Images
Roger Federer

Zunächst war er gar nicht eingeplant in Boston, der gute Roger Federer. Nach seiner Ankunft hat man aber offenbar doch noch eine Akkreditierung und ein Plätzchen im Zuschauerbereich für ihn gefunden. Warum auch nicht - immerhin ist Federer einer der Mit-Gründer des Laver Cups.

Es sei gar nicht sooo weit im Voraus geplant gewesen, dass er doch noch erscheine, "wir haben das klein gehalten, dass ich komme. Damit das Team vielleicht noch etwas erfreuter ist, dass ich den Trip tatsächlich gemacht habe." Er sei zunächst auch unsicher gewesen, ob er auf Krücken überhaupt kommen könne, "aber der Empfang war toll, jeder hat sich gefreut", erklärte Federer gegenüber Jim Courier. Er habe wundervolles Tennis gesehen und sei sehr happy, dass er also doch gekommen sei./

Federer und das Knie: "Ich werde mir die Zeit nehmen"

Das Knie? "Ein harter Prozess, diese Entscheidung zu treffen", erklärte Federer hinsichtlich der erneuten Operation, "ich hatte im letzten Jahr ja bereits einige Knie-OPs." Aber wie die Dinge rund um Wimbledon gelaufen seien, "damit war ich wirklich unglücklich. Ich war nicht annähernd an dem Punkt, an dem ich sein wollte, um mein Toplevel zu spielen, auch wenn ich mein Bestes versucht habe." Nun gehe er alles "Schritt für Schritt" an: "Erst richtig laufen, dann richtig rennen, dann Sidesteps und Übungen für die Agilität, dann geht es möglicherweise wieder auf den Tennisplatz." All das werde ihn aber ein paar Monate kosten. "An irgendeinem Punkt im nächsten Jahr werden wir dann sehen, wie die Dinge stehen."

Federer stellte klar: "Ich werde mir die Zeit nehmen. Ich will aktuell nicht hetzen. Es geht ja auch um mein Leben: Ich will sicher sein, dass ich auch später alles machen kann, was ich will." Ihm gehe es daher gut, "das Schlimmste habe ich hinter mir".

Es ist das erste Mal in vier Auflagen, dass weder Federer, Nadal oder Djokovic antreten - dennoch, so Federer, laufe der Laver Cup sehr gut. Boston sei super, die Teams seien qualitativ hochwertig besetzt. "Es ging darum, dass alle zusammenkommen, eine gute Zeit miteinander verbringen, voneinander lernen. Und hoffentlich inspiriert es und motiviert sie das für das restliche Jahr und die kommende Saison."

Ob er selbst nach seiner Laufbahn mal die Rolle des Kapitäns einnehmen würde? Möglich. "Klingt aufregend, auch die Position als Vize-Captain", so Federer. "Wir werden sehen, was nach John und Björn kommt."

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von Florian Goosmann

Montag
27.09.2021, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 27.09.2021, 09:06 Uhr

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