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Legendäre Endspiele in Wien: 2019 - Dominic Thiem schafft das Heim-Double

Am kommenden Montag beginnen in der Wiener Stadthalle die Erste Bank Open 2021. Wir blicken zurück auf ein paar Finali, die sich in die Erinnerung der Tennisfans eingeprägt haben. Wie jenes von Dominic Thiem gegen Diego Schwartzman vor zwei Jahren.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 21.10.2021, 21:41 Uhr

2019 hat Dominic Thiem gegen Diego Schwartzman das rot-weiß-rote Double perfekt gemacht
© GEPA Pictures
2019 hat Dominic Thiem gegen Diego Schwartzman das rot-weiß-rote Double perfekt gemacht

Thomas Muster hat in seiner brillanten Karriere das Turnier in Kitzbühel gewonnen, in Wien blieben drei Finalteilnahmen unbelohnt. Horst Skoff hat Muster 1988 in der Stadthalle besiegt, ging am Fuße des Kitzbüheler Horns aber immer leer aus. Jürgen Melzer schließlich holte in der Hauptstadt sogar zwei Championate, in Tirol lief es im Einzel stets weniger rund. Bis 2019 schien das österreichische Karriere-Double fast unmöglich. Und dann kam Dominic Thiem.

Der Triumph bei den Generali Open im Sommer brachte Thiem schon mal die Gewissheit, dass er auf heimischem Boden dem Druck des Favoriten standhalten kann. Die Gegner beim Sommerklassiker waren gemäß ihrer Position in der ATP-Weltrangliste per se Außenseiter, Thiem meisterte alle Aufgaben, als letzte Albert Ramos-Vinolas im Endspiel.

Angstgegner Tsonga und Verdasco

Ganz anders dann die Situation in Wien. Thiem begann gleich gegen Jo-Wilfried Tsonga, dem er an Ort und Stelle ein paar Jahre zuvor in einem mitreißenden Match unterlegen war. Der Österreicher meisterte die Auftakthürde, in Runde zwei wartete mit Fernando Verdasco gleich der nächste Angstgegner. Verdasco hatte Thiem früher im Jahr in Rom eine empfindliche Niederlage zugefügt, in Wien nahm der Lokalmatador nach verlorenem ersten Satz letztlich souverän Revanche.

Das Viertelfinale gegen Lieblingsgegner Pablo Carreno Busta fiel kürzer als gedacht aus, der Spanier musste schon im ersten Satz aufgeben. Als nächste Hürde hatte sich Matteo Berrettini aufgebaut, gegen den Italiener war die Erinnerung an die Niederlage in Shanghai noch frisch.  Wieder verlor Dominic Thiem den ersten Durchgang, wieder brachte er mit seinem Comeback die Stadthalle zum Beben.

Schwartzman schlägt Thiem in Buenos Aires

Dass es im Endspiel gegen Diego Schwartzman ging, war eine schöne Pointe: Beim Heimturnier in  Buenos Aires hatte Thiem ein sehr gewinnbares Match gegen seinen Kumpel noch verloren, Schwartzman hatte allerdings nicht die Absicht, den Gefallen zurückzugeben. Thiem startete nervös, Schwartzman offensiv, der erste Satz ging mit 6:3 an den Argentinier. Wie schon gegen Berretini und Verdasco schaffte Thiem aber das Comeback, durfte nach dem 6:4 und 6:3 auf den Boden des Center Courts sinken.

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24.10.2021, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.10.2021, 21:41 Uhr

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