Lizenz des WTA-Turniers in Nürnberg wandert ins Rheinland

Das bisherige WTA-Turnier in Nürnberg soll schon ab 2021 im Rheinland ausgetragen werden.

von Jörg Allmeroth
zuletzt bearbeitet: 20.01.2020, 19:32 Uhr

Der Centre Court in Nürnberg
© Getty Images
Der Centre Court in Nürnberg

Die Lizenz des Nürnberger Tennisturniers bleibt in Deutschland. Eine Gesellschaft um den früheren Manager des Eishockey-Vereins Kölner Haie, Oliver Mueller, hat nach langwierigen, komplexen Verhandlungen die Austragungsrechte für den Wettbewerb in der Woche vor den French Open erworben. „Wir freuen uns, dass wir ab 2021 wieder Weltklassetennis im Rheinland präsentieren können. Das ist ein Event mit großer Ausstrahlungskraft für die Region“, sagte Mueller gegenüber tennisnet.com. Gegenwärtig steht zwar noch nicht offiziell fest, wo genau das Turnier dann über die Bühne gehen wird, allerdings rechnen Insider damit, dass Köln als künftiger Standort praktisch gesetzt ist. Mueller betonte in einer Presseerklärung, mehrere Schauplätze im Rheinland kämen in Frage. Im Frühjahr solle die endgültige Entscheidung gefällt werden, dann werde auch der Vorvberkauf starten. 

Dem Vernehmen nach wurde um den Verkauf der Nürnberger Lizenz schon seit Monaten gerungen. Allerdings verzögerte sich der Deal dann auch durch unerwartete Komplikationen bei der neuen Lizenzgesellschaft, einer der entscheidenden Köpfe erkrankte kurzfristig sehr schwer. Auch deshalb musste Mueller vom ursprünglich geplanten Turnierstart schon in 2020 absehen. „Mein Herz wäre sozusagen am liebsten in diesem Mai gestartet, aber mein Kopf sagt: Wir müssen das alles nun sorgfältig vorbereiten und dann ein Topevent auf die Beine stellen“, sagt der künftige Turnierdirektor, der im Tennis u.a. als Chef des Challengerturniers in Karlsruhe bekannt ist.

"Cologne Open" als Turniername?

Mueller hatte zuletzt bei einigen Dienstreisen schon mit Spielerinnen über einen Start im Frühling 2021 gesprochen. Auch erste Wirtschaftspartner wurden bereits für das Turnier gewonnen, in einer Region, in der zuletzt der Düsseldorfer World Team Cup von der Tennis-Bildfläche verschwunden war. Köln war einst auch Standort eines ATP-Turniers, in den 70er und 80er Jahren. Beim Cologne Cup des Impresarios Jochen Grosse startete namhaftes Personal, nicht zuletzt auch der spätere Nummer eins-Mann Ivan Lendl. Nach Informationen von Kölner Medien soll das Damenturnier „Cologne Open“ heißen, das Maritim-Hotel am Heumarkt werde, so der „Stadt-Anzeiger“ auf seiner Webseite am Montagabend, das offizielle Turnierhotel.

In Nürnberg hatte das Turnier der österreichischen Familie Reichel von 2013 an stattgefunden. Nach dem Rückzug des Hauptsponsors, der Nürnberger Versicherung, fehlte allerdings die wirtschaftliche Perspektive in der fränkischen Metropole. Zuletzt hatte die vorherige Turnierchefin Sandra Reichel in einer Pressemitteilung erklärt, man wolle sich auf die Veranstaltungen in Hamburg (Herren) und Linz (Damen) konzentrieren.

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von Jörg Allmeroth

Montag
20.01.2020, 20:26 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.01.2020, 19:32 Uhr