ATP Madrid: Abgezockter Alexander Zverev serviert John Isner ab und steht im Halbfinale

Alexander Zverev steht im Halbfinale beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid. Mit einer starken Leistung setzt sich die Nummer drei der Welt gegen John Isner durch.

von Maximilian Kisanyik
zuletzt bearbeitet: 11.05.2018, 23:35 Uhr

Alexander Zverev in Madrid

Die Zuschauerränge waren noch nicht ganz gefüllt, schon hagelte es harte Aufschlage auf beiden Seiten. Zverev und Isner gaben sich bei der Neuauflage des Miami-Finals zu Beginn keine Blöße und konnten sich auf ihren Aufschlag verlassen.

Lange Ballwechsel waren Fehlanzeige im Match der Aufschlagriesen und Zverev versuchte immer wieder den großen US-Amerikaner auf der Gegenseite zu bewegen und aus der Balance zu bringen. Die Vorhand des Deutschen lief rund und richtete viel Schaden auf der Gegenseite an.

Isner strauchelte mit den Bällen aus dem Halbfeld und so bekam Zverev beim Stand von 3:3 die erste Chance auf ein Break, die der 21-Jährige zur 4:3-Führung nutzte. Es war das erste Break, das Isner in Madrid in der laufenden Turnierwoche hinnehmen musste.

Zverev verlor im ersten Durchgang nur einen Punkt bei eigenem Aufschlag und lieferte eine beeindruckend ruhige Leistung ab. Folgerichtig schnappte sich die Nummer drei der Welt den ersten Satz mit 6:4.

Zverev bleibt fokussiert

Auch im zweiten Durchgang blieb die deutsche Nummer eins fokussiert und servierte bravurös. Beide Spieler punkteten durch direkte Gewinnschläge und Chancen für ein Break suchten die Zuschauer in der Caja Magica bis zum Stand von 4:4 vergebens.

Anschließend erarbeitete sich Zverev einen Breakball, den Isner mit einem krachenden Ass abwehren konnte. Die nächste Chance beim darauffolgenden Aufschlagspiel von Isner ließ sich Zverev nicht entgehen und ging mit 6:5 in Führung.

Den Sieg auf dem Schläger servierte Zverev gut und zog mit einer starken, fokussierten und abgezockten Leistung ins Halbfinale ein und steht damit im dritten Masters-Turnier in Folge unter den besten vier Spielern.

Shapovalov wartet auf Zverev

In dritten Viertelfinale in Madrid trafen zwei hoffnungsvolle Spieler für die Zukunft aufeinander. Der 19-jährige Kanadier Denis Shapovalov und der Brite Kyle Edmund lieferten sich einen tollen Fight mit hochklassigem Tennis.

Vor allem der zweite und dritte Durchgang ließen die Zuschauer reihenweise von den Sitzen aufspringen. Nachdem Shapovalov den ersten Durchgang mit 7:5 für sich entscheiden konnte, kämpfte sich Edmund im zweiten noch einmal heran und glich im Tiebreak mit 8:6 aus.

Der dritte Durchgang sollte einer für die Geschichtsbücher werden. Mit dem 6:4 für Shapovalov steht der jüngste Spieler aller Zeiten im Halbfinale des Madrid-Masters.

von Maximilian Kisanyik

Freitag
11.05.2018, 23:35 Uhr