Marta Kostyuk trainiert in Kiew bei Sirenenalarm

Aktuell bereitet sich Marta Kostyuk in Kiew auf die bevorstehende Begegnung der Billie-Jean-King-Cup Qualifiers in Polen vor. Wie die Ukrainerin in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, ließ sie sich auch von Sirenenalarm in der kriegsbedrohten Hauptstadt nicht stoppen.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 06.04.2026, 13:36 Uhr

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Mit Trainingseinheiten in ihrer Heimat solidarisiert sich Marta Kostyuk mit ihrem ukrainischen Landsleuten.

Als erfolgreiche Tennis-Profispielerin könnte Marte Kostyuk einen bequemeren Weg gehen. Mit Wohnsitz in Monte Carlo und fast das ganze Jahr weltweit auf der Tour unterwegs, könnte die Ukrainerin einen weiten Bogen um die dramatischen Geschehnisse in ihrer Heimat machen. Dennoch zeigt die 23-Jährige stets ihre Verbundenheit zu ihren Landsleuten, die aufgrund des russischen Angriffskriegs oft unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen müssen. So veröffentlicht die aktuelle Nr. 27 im WTA-Ranking regelmäßig Fotos und Videos auf ihren Accounts in den sozialen Netzwerken, um auf die Situation in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.

Auch auf dem Court solidarisiert sich Kostyuk stehts mit ihren Landleuten. So verweigert sie nicht nur Spielerinnen aus Russland und Belarus nach dem Match den obligatorischen Handschlag am Netz, sondern spricht das Thema auch bei jeder sich bietenden Möglichkeit offen an. So auch zu Jahresbeginn bei der Siegerehrung nach ihrer Finalniederlage in Brisbane, als sie die aus Belarus stammende Siegerin Aryna Sabalenka in ihrer Ansprache namentlich nicht erwähnte und anschließend auch direkt auf die Geschehnisse in ihrer Heimat aufmerksam machte.

Auch die direkte Konfrontation in ihrer Heimat scheut sie nicht. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit reist Kostyuk in ihre Heimat, um ihren Landleuten beizustehen und Hoffnung zu geben. So bereitet sich die WTA-Titelträgerin aktuell in ihrer Geburtsstadt Kiew auf die Billie-Jean-King-Cup-Begegnung in Polen vor, die am Wochenende in Gliwice auf Sand ausgetragen wird.

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Doch ungestört gingen die Trainingseinheiten im kriegsbedrohten Kiew bislang keinesfalls vonstatten. Wie Kostyuk mit Bildern, Videos und einer Audio-Aufnahme in ihrem Instagram-Account darstellte, wurden diese mehrfach von Alarmsirenen im Hintergrund begleitet. Trotz der lauten Alarmsignale hört man weiterhin die Schlaggeräusche der Tennisbälle. Ein klares Anzeichen dafür, dass sich Patriotin Kostyuk keinesfalls unterkriegen lässt.

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Montag
06.04.2026, 16:57 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.04.2026, 13:36 Uhr

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