Matthias' Testbericht - HEAD Squared
HEAD und tennisnet hatten dazu aufgerufen, die neue Schlägerserie SQUARED zu testen. Squared steht für Brandneue Technologie für einfache Spielbarkeit. Dabei haben insgesamt 10 Tester und Testerinnen das Racket umfassend geprüft und in allen Bereichen erprobt. Matthias' Eindrücke findet ihr in seinem ausführlichen Bericht.
von User "Matthias"
zuletzt bearbeitet:
02.07.2026, 14:46 Uhr

Spielstil & Vorlieben beim Racket-Kauf
Ich spiele seit meiner Kindheit Tennis, allerdings über viele Jahre eher unregelmäßig. Seit 2025 spiele ich wieder häufiger und versuche mehr Konstanz in mein Spiel zu bringen. Mein Spielstil ist recht variabel: Meist spiele ich kontrolliert von der Grundlinie, gehe aber auch immer wieder ans Netz, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Bisher habe ich hauptsächlich mit dem Wilson K Factor Kobra Tour gespielt (16x19 Bespannungsbild, 645 cm² Kopfgröße, 309 g). Dadurch bin ich eher schwerere und stabile Rackets gewohnt. Der Test des neuen 2026 HEAD Squared war deshalb besonders interessant, weil sich das Racket durch die besondere Form, das geringere Gewicht von 295 g und die sehr grifflastige Balance deutlich anders spielt.
Getestet habe ich den Schläger zwischen dem 22.05.2026 und 31.05.2026 – sowohl beim lockeren Einspielen als auch im Training und in Matchsituationen.
1. Optischer Eindruck
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Der HEAD Squared fällt optisch sofort positiv auf. Die Form wirkt zwar grundsätzlich vertraut, durch die kantigere Gestaltung und die besonderen Designelemente hebt sich der Schläger aber dennoch von vielen klassischen Modellen ab. Besonders die graue Farbgebung gefällt mir persönlich sehr gut, weil sie eher schlicht gehalten ist und dadurch ziemlich hochwertig aussieht.
Was mir direkt beim ersten Spielen aufgefallen ist: In der Sonne hat der Lack einen speziellen Schimmer. Je nach Lichteinfall verändert sich die Farbe leicht und wirkt manchmal eher Magenta, manchmal leicht Türkis. Das fällt auf dem Platz definitiv auf, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken.
Ebenfalls gelungen finde ich den Mix aus matten und glänzenden Elementen. Vor allem der Übergang zwischen der glänzenden Innenseite am Schlägerhals und der matten Außenseite wirkt sehr hochwertig verarbeitet.
Auch die Verarbeitung insgesamt macht einen sehr guten Eindruck. Alles wirkt sauber verarbeitet und gut abgestimmt. Der schwarze HEAD-Schriftzug auf der Innenseite gefällt mir besonders gut, weil er eher dezent gehalten ist und gut zum schlichten Design passt.
Insgesamt wirkt der HEAD Squared für mich optisch modern und hochwertig, ohne dabei zu bunt oder zu verspielt zu sein. Gerade als Hobbyspieler finde ich das Design gelungen, weil der Schläger auffällt, aber trotzdem seriös wirkt.

2. Im Spiel
Grundschläge – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Bei den Grundschlägen ist mir vor allem aufgefallen, wie leicht sich der Schläger bewegen lässt. Durch die grifflastige Balance ( 295mm) wirkt er sehr wendig und man bekommt ihn schnell durch den Ball. Gerade bei schnellen Ballwechseln oder wenn man einmal in die Defensive kommt, konnte ich oft noch gut reagieren.
Im Vergleich zu meinem bisherigen Wilson merkt man allerdings schon, dass dem HEAD etwas Gewicht und Stabilität fehlt. Mein alter Schläger bringt gefühlt mehr Druck und „Gewicht“ in die Schläge. Dafür spielt sich der HEAD deutlich angenehmer und verzeiht auch Fehler eher, was mir besonders bei längeren Rallyes positiv aufgefallen ist.
Topspin ließ sich für mich relativ einfach erzeugen und auch die Kontrolle war insgesamt besser, als ich anfangs erwartet hatte. Gerade nach kurzer Eingewöhnung hat sich der Schläger sehr unkompliziert spielen lassen.
Volleys – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Am Netz hat sich der Schläger insgesamt sehr angenehm gespielt. Durch das geringere Gewicht lässt er sich schnell bewegen und man bekommt ihn bei Volleys leicht in die richtige Position. Gerade bei schnellen Reaktionen direkt am Netz hat mir das gut gefallen.
Bei härteren Bällen merkt man allerdings schon, dass schwerere Schläger etwas stabiler wirken und den Ball noch ruhiger abfangen. Trotzdem ließ sich der HEAD auch am Netz insgesamt sehr angenehm und unkompliziert spielen.
Aufschläge – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Beim Aufschlag ließ sich mit dem Schläger leicht Tempo erzeugen, ohne dass man dabei besonders viel Kraft investieren muss. Vor allem Slice-Aufschläge haben sich für mich sehr angenehm gespielt und gingen oft sauber ins Feld.
Beim ersten Aufschlag merkt man im Vergleich zu schwereren Tour-Rackets zwar, dass etwas Power fehlt, dafür hatte ich insgesamt mehr Kontrolle und deutlich mehr Konstanz beim Aufschlag.
Returns – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Beim Return hat mir vor allem die Wendigkeit des Schlägers geholfen. Gerade gegen schnellere Aufschläge ließ sich der Schläger schnell in Position bringen, wodurch ich viele Returns noch sauber zurückspielen konnte. Besonders defensive Returns haben sich recht kontrolliert und unkompliziert angefühlt.
Gegen sehr harte erste Aufschläge hat mir manchmal allerdings etwas mehr Stabilität gefehlt, wie man sie eher von schwereren Schlägern kennt.
missingimg3. Detailbewertung
Komfort – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Der Komfort ist für mich einer der größten Pluspunkte des Schlägers. Durch das etwas geringere Gewicht von 295 g und die grifflastige Balance von 295 mm lässt sich der HEAD Squared 2026 sehr angenehm und leicht bewegen. Im Vergleich zu meinem bisherigen Wilson K Factor Kobra Tour fühlt sich der Schläger deutlich weniger anstrengend an und insgesamt auch etwas armschonender.
Auch bei längeren Spieleinheiten hatte ich nie das Gefühl, dass der Arm schnell müde wird. Dazu kommt die 645 cm² große Schlagfläche, die den Schläger recht fehlerverzeihend macht. Selbst wenn man den Ball nicht perfekt trifft, bleiben viele Schläge noch gut kontrollierbar.
Insgesamt spielt sich das Racket für mich angenehm weich, komfortabel und gut ausbalanciert.
Kontrolle – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆
Für einen Schläger, der sich insgesamt eher leicht und komfortabel spielt, bietet der HEAD Squared überraschend viel Kontrolle. Durch die grifflastige Balance wirkt er sehr wendig und präzise, was mir vor allem bei kontrollierten Grundschlägen und Returns positiv aufgefallen ist.
Das offene 16:18-Bespannungsbild unterstützt den Spin und sorgt auch für etwas zusätzliche Power. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, die Kontrolle über den Ball zu verlieren. Auch wenn der Schläger nicht ganz die Stabilität meines Wilson erreicht, konnte ich die Bälle insgesamt sehr konstant und sauber platzieren.
Gerade für Hobbyspieler finde ich die Mischung aus Kontrolle, Komfort und einfacher Spielbarkeit wirklich gelungen.
Spin – Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Der Spin hat mich positiv überrascht. Durch das offene 16:18 Bespannungsbild greifen die Saiten den Ball sehr gut, wodurch sich Topspin und Slice relativ einfach erzeugen lassen. Vor allem bei langsameren bis mittleren Ballwechseln konnte ich den Ball gut mit Rotation spielen, ohne besonders viel Kraft aufbringen zu müssen. Durch die gute Wendigkeit des Schlägers lässt sich der Kopf schnell beschleunigen, was zusätzlich beim Spin hilft.
Im Vergleich zu meinem Wilson ist der Spin etwas leichter zugänglich und insgesamt einfacher zu spielen.
Tempo – Bewertung: ⭐⭐⭐☆☆
Die Power des Schlägers ist insgesamt gut, steht für mich aber nicht ganz im Mittelpunkt. Durch das geringere Gewicht lässt sich das Racket zwar sehr leicht und schnell schwingen, bei richtig harten Schlägen merkt man aber schon, dass etwas die Durchschlagskraft eines schwereren Schlägers wie meines Wilson K Factor Kobra Tour fehlt.
Dafür bekommt man eine sehr angenehme Mischung aus leichter Spielbarkeit, Kontrolle und ausreichend Power. Gerade als Hobbyspieler fand ich das sehr angenehm, weil man ohne großen Kraftaufwand ordentlich Tempo erzeugen kann und der Schläger trotzdem gut kontrollierbar bleibt.
Vorteile/Nachteile im Vergleich zu den bisherigen Rackets
Vorteile gegenüber dem Wilson K Factor Kobra Tour
- deutlich wendiger
- angenehmer und komfortabler
- einfacher zu spielen
- fehlerverzeihender
- Spin lässt sich leichter erzeugen
- leichteres Handling bei schnellen Ballwechseln
- besser für längere Spieleinheiten geeignet
- moderneres und hochwertigeres Design mit Schimmereffekt in der Sonne
Nachteile gegenüber dem Wilson K Factor Kobra Tour
- weniger Stabilität bei harten Schlägen
- etwas weniger Power
- weniger „massives“ Treffgefühl
- bei aggressivem Spiel fehlt etwas Gewicht im Ball
Fazit
Der HEAD Squared 2026 hat mich im Test insgesamt sehr positiv überrascht. Besonders als Wiedereinsteiger bzw. Hobbyspieler merkt man schnell, wie leicht und angenehm sich der Schläger spielen lässt.
Im Vergleich zu meinem bisherigen Wilson ist der HEAD deutlich wendiger, komfortabler und einfacher zu handhaben.
Abstriche gibt es vor allem bei der reinen Power und Stabilität bei sehr harten Schlägen. Wer ein sehr schweres, massives Turnierracket gewohnt ist, wird hier einen Unterschied merken.
Für meinen aktuellen Spielstil als Hobbyspieler passt der Schläger aber sehr gut. Er ist modern, komfortabel und macht es leicht, konstant und variabel zu spielen – genau das, was ich aktuell gesucht habe.
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