Medvedev versetzt Mixed-Partnerin Shnaider mit Ego-Trip
Das bislang schwache Abschneiden beim US-Open-Hartplatz-Swing veranlasste Daniil Medvedev mit der Last-Minute-Teilnahme beim ATP-Turnier in Winston Salem zu einer Planänderung, die nicht bei allen gut ankommen dürfte – zumindest nicht bei seiner geplanten US-Open-Mixed-Partnerin Diana Shnaider.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
21.08.2026, 19:21 Uhr

Nach seiner mehr als durchwachsenen Vorsaison hat Daniil Medvedev auch in dieser Spielzeit bei weitem noch nicht zu seiner Konstanz aus besten Tagen gefunden. Immerhin konnte er im Frühjahr auf dem Hartplatz, seinem erklärten Lieblingsbelag, wieder Erfolge feiern und sich die Titel beim ATP-250-Turnier in Brisbane und dem 500er-Event in Dubai sichern.
Doch spätestens nach dem bislang desaströsen Abschneiden beim US-Open-Swing mit der Auftakt-Niederlage beim Masters-Turnier in Montreal und der Zweitrunden-Niederlage beim 1000er-Event in Cincinnati schrillten beim selbsterklärten „Hard-Court-Specialist“ wohl die Alarmglocken. Um beim Major in New York doch noch mit einigermaßen Match-Praxis an den Start zu gehen, wo er 2021 seinen bislang einzigen Major-Titel erringen konnte, nahm der ehemalige Weltranglistenerste kurzfristig eine Wildcard für das ATP-250-Turnier in Winston-Salem an.
Nicht besonders gut angekommen sein dürfte der plötzliche Sinneswandel bei seiner Profikollegin Diana Shnaider. Eigentlich hatte sich die Russin mit ihrem Landsmann für den Mixed-Wettbewerb der US-Open eingeschrieben und dank ihrer Ranking-Platzierungen war die direkte Qualifikation als abschließend drittbestes Team frühzeitig eingetütet. Durch die kurzfristige Planänderung ihres 30-jährigen Landsmannes schaut die 22-jährige Shnaider turniertechnisch in der Woche vor dem Hauptturnier der US Open in die Röhre.
Umso bitterer mutet der Umstand an, da Shnaider aufgrund der Mixed-Planung nicht für das WTA-500-Turnier in Monterrey meldete, wo sie im Vorjahr den Titel gewinnen konnte, und dadurch vorzeitig auf eine mögliche Titelverteidigung verzichtete. Es bleibt abzuwarten, ob die geschasste Mixed-Partnerin das Smartphone in die Hand nimmt und bei den mexikanischen Turnierveranstaltern anklopft, ob für die Titelverteidigerin nicht doch noch ein kurzfristiges Wildcard-Fenster aufgeht.
