ATP Dubai: Bizarr! Medvedev gewinnt ersten „Wiederholungs-Titel“ durch ein Walkover
Daniil Medvedev hat nach 2023 zum zweiten Mal das ATP-Tour-500-Turnier in Dubai gewonnen. Weil Tallon Griekspoor nicht zum Finale antreten konnte.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
28.02.2026, 14:47 Uhr
So wollte Daniil Medvedev den Bann, wonach er nicht zweimal am selben Austragungsort eines ATP-Turniers den Titel gewinnen kann, sicher nicht brechen: Denn Der Turniersieg in Dubai fiel Medvedev kampflos in den Schoß. Finalgegner Tallon Griekspoor, der gestern mit seinem Sieg gegen Andrey Rublev ein rein russisches Endspiel verhindert hatte, konnte wegen einer Oberschenkelverletzung nämlich nicht antreten.
Das Aufeinandertreffen zwischen Medvedev und Griekspoor wären aus mehreren Gesichtspunkten spannend gewesen. Zum einen, weil der Niederländer Medvedev im vergangenen Jahr in Dubai schlagen konnte. In ihrer bislang einzigen Begegnung.
Und dann war dann eben auch noch der Umstand, dass Daniil Medvedev all seine 22 Titel in unterschiedlichen Städten gewonnen hatte. Diese Serie ist nun zu ihrem Ende gekommen: Denn in Dubai hatte der US-Open-Champion von 2021 schon vor drei Jahren triumphiert.
Medvedev beendet Titelflaute
Die kleine Renaissance nach dem Trainerwechsel hin zu Thomas Johansson geht für Medvedev aber ungeachtet des Rückzugs von Tallon Griekspoor weiter. Im vergangenen Herbst konnte Medvedev nach zweieinhalbjähriger Pause in Almaty endlich wieder ein Turnier gewinnen, zu Beginn dieser Saison legte er in Brisbane gleich nach. Mit den 500 Punkten aus Dubai rückt Medvedev zudem wieder näher an die Top Ten heran, liegt im Live-Ranking schon auf Position elf.
Umso enttäuschender im Nachhinein der Auftritt bei den Australian Open: Da unterlag Medvedev nämlich mal wieder Learner Tien, gegen den er bislang nur einmal das Siegerrezept gefunden hat.
Weiter geht es für Medvedev und Co. nach ein paar Tagen Pause in Indian Wells. Dort hatte Medvedev ja vor ein paar Jahren beanstandet, dass die Hartplätze keine solchen seien. Und dass er, der Hartplatz-Spezialist, das am besten beurteilen könne.
Hier das Einzel-Tableau in Dubai
