Mercedes Cup Stuttgart: Brown und Struff in Runde zwei

Nach erfolglosem Auftakt lief aus deutscher Sicht es am zweiten Tag des MercedesCup besser. Mit Jan-Lennard Struff und Dustin Brown haben am Dienstag zwei Lokalmatadore den Einzug in die zweite Runde des mit 754.540 Euro dotierten Rasenturniers geschafft.

von Florian Heer
zuletzt bearbeitet: 11.06.2019, 19:57 Uhr

Von Florian Heer aus Stuttgart

Dustin Brown, der sich erfolgreich durch die Qualifikation am Weissenhof gespielt hatte, besiegte den Austrailer John Millman 6-4, 7-6(3) in 72 Minuten.

„Ich habe heute überdurchschnittlich gut angefangen und zu Beginn kaum Fehler gemacht“, so Brown im Anschluss an seine Begegnung. „Ich habe sehr gut serviert und retourniert. Zudem hilft es gleich im ersten Spiel ein Break zu schaffen. Im zweiten Satz habe ich dann ein paar Probleme beim Aufschlag gehabt und auch ein, zwei Volleys verlegt. Zudem ist mein Gegner stärker geworden. Ich bin aber ruhig geblieben und glücklich das Match in zwei Sätzen gewonnen zu haben.“

Brown vor Duell mit Alexander Zverev

Am Donnerstag geht es für Brown nun mit Alexander Zverev gegen die Nummer 1 der Setzliste. „Ich werde mein Spiel beibehalten. Über Alex müssen wir nicht sprechen. Jeder weiß, welch großartiger Tennisspieler er ist. Ich freue mich natürlich auf das Match. Die Höhe in Stuttgart könnte mir auch zugutekommen, da das Spiel dann schneller ist“, so Brown, der im bisher einzigen Aufeinandertreffen mit Zverev beim ATP-Challenger im belgischen Mons vor vier Jahren in zwei Sätzen unterlag.

Struff erfolgreich gegen Shapovalov

Bereits im ersten Match des Tages konnte Jan-Lennard Struff sein Ticket für die zweite Runde lösen. Der 29-jährige aus Warstein ließ dem an Nummer 8 gesetzten Kanadier Denis Shapovalov bei seinem 7-5, 6-4 Erfolg erneut keine Chance. Es war Struffs dritter Erfolg über den Next-Gen-Star im vierten Aufeinandertreffen der beiden. Die Nummer 38 der Welt überzeugte mit soliden Aufschlagsspielen, wehrte alle fünf Break-Bälle gegen sich ab und konnte seinem Gegenüber selbst zweimal das Service abnehmen. Nach einer Stunde und 25 Minuten war Schluss am Center Court.

Am Mittwochnachmittag wird Struff zum ersten Mal gegen den serbischen Teenager Miomir Kecmanovic antreten, der am Montag etwas überraschend den zweimaligen Stuttgart-Finalisten Philipp Kohlschreiber aus dem Turnier nahm.

„Ich kenne ihn recht gut. Ich war während der Saisonvorbereitung im Dezember mit ihm und Dominic Thiem für zwei Wochen in Teneriffa. Er ist ein netter Typ, aber auch ein sehr guter Spieler“, freut sich Struff auf seine nächste Herausforderung. „Er retourniert gut und somit wird mein Aufschlag eine wichtige Rolle spielen. Nach der Vorbereitung habe ich ihn bereits zum Ende der Saison unter den Top-50 gesehen und er ist ja bereits bis fast unter die besten 80 der Welt vorgedrungen. Es wird ein hartes Match.“

Peter Gojowczyk muss hingegen nach der ersten Runde wieder die Koffer packen. Der 29 Jahre alte Münchner unterlag dem französischen Routinier Gilles Simon nach einer Stunde und 47 Minuten mit 6-4, 2-6, 3-6.

Berrettini zähmt Kyrgios

Im Power-Duell des Tages, besiegte Matteo Berrettini aus Italien den Australier Nick Kyrgios mit 6-3, 6-4.

Egal, ob Aufschläge oberhalb der 200 km/h-Marke, Vorhandpeitsche oder gefühlvoller Stopp, der 23-jährige Italiener konnte mehrfach die verschiedenen Angriffsversuche Kyrgios‘ erfolgreich parieren. Nach nur 53 Minuten Spielzeit buchte Berrettini seinen Platz in der zweiten Runde.

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem zweiten Match auf Gras in dieser Saison. Ich hatte bereits Davis-Cup in Indien gespielt“, so ein glücklicher Berrettini. „Der Aufschlag hat heute den Unterschied ausgemacht. Zudem war ich bereit, wenn ich die Chance beim Return hatte. Es ist aber außerordentlich schwer gegen Nick, da er fantastische Schläge hat.“

Am Donnerstag geht es für den Römer, der aktuell mit Rang 30 soweit oben im ATP-Ranking zu finden ist wie nie zuvor, gegen den an Nummer zwei gesetzten Russen Karen Khachanov. „Er hat ein sehr gutes Turnier in Paris gespielt und ist bestimmt mit viel Selbstvertrauen angereist. Ich versuche aber bereit zu sein.“

Khachanovs Landsmann Daniil Medvedev, beim schwäbischen ATP-250-Event an Nummer 3 gesetzt, wird gegen den Sieger von 2017 Lucas Pouille seine Titeljagd beginnen. Nikoloz Basilashvili, georgische Nummer 4 des Turniers, wird die Action am Mittwoch gegen den Ungarn Marton Fucsovics einläuten.

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von Florian Heer

Dienstag
11.06.2019, 19:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.06.2019, 19:57 Uhr