"Müde und wütend" - Holger Rune kritisiert "Frozen Ranking"

Holger Rune ist angesichts der aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten ATP-Regelungen "müde und wütend".

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 18.10.2021, 06:37 Uhr

Holger Rune ist verärgert
© Getty Images
Holger Rune ist verärgert

Wir schreiben den 18. Oktober 2021. Erstmals seit 2017 gehört Roger Federer nicht mehr zu den zehn besten Tennisspielern der Welt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr des vergangenen Jahres nahm der 20-fache Grand-Slam-Sieger zwar nur an fünf Turnieren teil, die Regelungen der ATP machten einen Verbleib in den Top Ten dennoch möglich - und das, obwohl der 40-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten nur 19 Matches bestritt und keinen Titel gewann.

Es ist dies nur eines von vielen Beispielen, die es dem Laien kaum mehr möglich machen, den Durchblick zu bewahren. Zu Beginn des ATP-Masters-1000-Turniers in Cincinnati kündigte die ATP eine "Rückkehr zur Normalität an", bis die Weltrangliste aber tatsächlich nur mehr die Resultate der vergangenen 52 Wochen repräsentiert, wird es noch bis zum 15. August 2022 dauern. Ein Umstand, der beim erst 18-jährigen Holger Rune auf Unverständnis stößt.

Rune findet deutliche Worte

"Ihr wisst, dass ich ein hart arbeitender Mann bin und mich normalerweise nie beschwere. Dieses Jahr habe ich sehr hart gekämpft, um meine Ziele zu erreichen und in die Top 100 zu kommen. Die ATP hat es mir und vielen anderen jungen, aufstrebenden Spielern immer wieder sehr schwer gemacht, weil sie ein eingefrorenes Ranking aus dem Jahr 2019 haben. Das bedeutet, dass die Spieler in der ATP-Rangliste immer noch ihre Punkte von den Ergebnissen aus dem Jahr 2019 haben. Unabhängig von ihren Resultaten in 2020 und 2021", wandte sich der Däne auf Instagram an seine Fans.

Normalerweise stünde er jetzt schon auf Platz 62, so Runde, tatsächlich wird er in der Weltrangliste aber auf Position 123 geführt. Somit wird der Youngster beispielsweise bei den Australian Open wohl den Gang durch die Qualifikation antreten müssen. "Mit dieser Platzierung könnte ich an besseren Turnieren teilnehmen und ich hätte das Gefühl, dass sich meine harte Arbeit gelohnt hat", führte Rune weiter aus.

"Jetzt bin ich müde und wütend, weil ich denke, dass das System ungerecht ist. Ich liebe den Tennissport, aber wir müssen unter gleichen Bedingungen konkurrieren", schloss der Däne sein Statement ab. Rune ist nicht der erste Spieler, der die aktuellen Regelungen der ATP kritisiert. Unter anderem hatte zuvor auch Olympiasieger Alexander Zverev deutliche Worte gefunden.

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zuletzt bearbeitet: 18.10.2021, 06:37 Uhr

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