Muss sich Tennis noch breiter aufstellen? – Alexandra Eala sagt "Ja"!
Alexandra Eala ist die philippinische Botschafterin des Tennissports. Geht es nach der jungen Spielerin, dann benötigen viel mehr Länder ohne bisherigen Tennisbezug eigene Talente. Aber das ist gar nicht so einfach.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
10.03.2026, 13:51 Uhr

Wer den Tennissport nicht als global vertretene Sportart betrachtet, der hat sicherlich einfach Vorbehalte gegen das schöne Spiel mit der gelben Filzkugel. Die großen Touren sind weltweit vertreten und die Profis kommen aus so ziemlich allen Teilen der Welt. Doch natürlich geht da auch immer noch ein bisschen mehr. Und genau das wünscht sich Alexandra Eala, die in ihrem Heimatland, den Philippinen, für steigende Tennisbegeisterung sorgte.
Alexandra Eala rauschte im vergangenen Jahr bis in das Halbfinale beim WTA 1000er-Turnier in Miami. Mit Siegen gegen Madison Keys und Iga Swiatek (beide zu der Zeit gemeinsam unter den Top Five) gelangen der heute 20-Jährigen als erste Philippinin Siege gegen Top-Ten-Spielerinnen. “Tennis erlebt seitdem ein großes Wachstum in meinem Heimatland. Der Sport ist jetzt sehr beliebt”, berichtet Eala.
Die ehemalige Grand-Slam-Siegerin bei den Juniorinnen macht damit einen Punkt. Das Land mit mehr als über 115 Millionen Einwohnern entdeckte durch Eala Tennis für sich. Ein ungemein wichtiger Schritt in Sachen Wachstum für eine eigentlich schon globale Sportart. Eala ergänzt dazu: “Aus meiner Sicht ist das der Weg, wie es laufen soll”.
Fonseca ein Beispiel für einen Tennishype
Doch das ist natürlich leicht gesagt, denn irgendwo müssen die Talente erst herkommen, die die heimischen Massen begeistern können. In Ländern, wo Tennis keinen besonderen Stellenwert besitzt, ist die Nachwuchsförderung oftmals nicht für professionelles Spiel ausgelegt. Auch Eala, die durch ihre Erfolge überall auf der Welt Fans gewonnen hat, trainierte beispielsweise an der Nadal Academy in Manacor, um sich den Schliff für das Profigeschäft zu holen.
Am Ende hängt Tennisbegeisterung in sämtlichen Ländern immer mit dem Abschneiden der eigenen Spieler zusammen. Das zeigte sich erst im letzten Jahr, als Joao Fonseca seinen ersten ATP-Titel gewinnen konnte und in Brasilien plötzlich ein Hype um den Teenager entstanden ist. Dabei war Brasilien bereits in den letzten Jahrzehnten mit großen Spielern und Erfolgen im Tennis gesegnet.
Alexandra Eala, beim letzten 1000er in Dubai im Viertelfinale, kann in Indian Wells zumindest für einen nächsten Schwung Tennisbegeisterung sorgen. Durch die verletzungsbedingte Aufgabe von Coco Gauff steht die Linkshänderin im nächsten Achtelfinale bei einem 1000er-Event. Heute Nacht (ab ca. 4 Uhr) geht es für die 32. der Weltrangliste gegen Linda Noskova weiter.
